Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 04.05.2019


Handball

Schwaz gegen Hard: Mit kühlem Kopf und heißem Herz zur Sensation

Als Außenseiter geht Sparkasse Schwaz Handball Tirol heute (19 Uhr) in das entscheidende Viertelfinal-Duell bei den roten Teufeln aus Hard.

In Hard wird es heute (19 Uhr, live laola.tv) auch wieder auf die Leistung von Schlussmann Jost Perovsek ankommen.

© gepaIn Hard wird es heute (19 Uhr, live laola.tv) auch wieder auf die Leistung von Schlussmann Jost Perovsek ankommen.



Von Tobias Waidhofer

Schwaz – Ist es nun Nervosität oder Vorfreude? Die Anspannung im Lager von Schwaz Handball Tirol vor dem entscheidenden Viertelfinal-Spiel in Hard (heut­e, 19 Uhr, Stand in der Best-of-three-Serie: 1:1) scheint jeden­falls greifbar.

„Ein bisschen Nervosität ist normal“, beruhigt Trainer Frank Bergemann. „Wenn man vor so einem Spiel nicht mehr nervös ist, muss man es sein lassen.“ Der Coach spürte jedenfalls in diesen Trainingstagen „eine konzentriert­e Anspannung“ bei seiner Mannschaft. Schließlich geht es heute um einiges: Sensationeller Einzug ins Halbfinale oder vorzeitiges Saisonende, das ist hier – frei nach William Shakespeare – die Frage.

„Es beginnt alles von vorne, wir haben bewiesen, dass wir in Hard gewinnen können, das wollen wir am Samstag wieder schaffen“, meinte Nationalspieler Alex Wanitschek nach der 18:25-Niederlage am Dienstagabend.

Apropos Wanitschek: Der 29-Jährige war wie Teamkollege und Schlüsselspieler Sebastian Spendier angeschlagen in das Match am Dienstag gegangen, Trainer Bergemann hielt sich gestern in Sachen Personalien bedeckt: „Ich möchte das nicht thematisieren und im Vorfeld Ausreden aufbauen“, so der 63-Jährige. Aktuell gehe er aber davon aus, dass „alle spielen können und werden“. Ein bisschen Taktik spricht da sicher auch aus dem Deutschen.

Was man braucht, um heut­e in Hard (das erste Match in Vorarlberg wurde 19:17 gewonnen) erneut zu reüssieren? „Vor allem Konzentration und vollen Fokus. Wir dürfen uns von Kleinigkeiten nicht aus der Spur bringen lassen“, weiß Bergemann. Es wird für eine Sensation also zwei Ding­e brauchen: einen kühlen Kopf ebenso wie ein heißes Herz. „Das trifft es ganz gut“, schließt Bergemann.