Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 09.05.2019


Reitsport

Freiwillig Ersatz: Margreiter verzichtet auf schnellen Ruhm

Tiroler Springreiterin soll Teil des Nationenpreisteams werden. Doch Magdalena Margreiter zieht trotz großer Ehre Zuschauerrolle vor.

Magdalena Margreiter hat auf PSS Denver viel Freude.

© OEPS/SchnitzlhuberMagdalena Margreiter hat auf PSS Denver viel Freude.



Innsbruck – Die Einladung kam für die Kramsacherin Magdalena Margreiter unverhofft: Österreichs Springreit-Equipechef Marcus Wallishauser bat die aufstrebende Amazone in die Mannschafts-Königsklasse, zum Nationenpreis. „Das ist schon eine große Ehre“, sagte die 23-Jährige. Sie bildet dann unter anderem zusammen mit Österreichs Aushängeschildern, den Wahl-Tirolern Max Kühner und Julia Kayser, eine Mannschaft.

Da der Studentin das Wohlergehen ihres Sportpartners PSS Denver jedoch am Herzen liegt und ihr das mehr wert ist als der „schnelle Ruhm“, besprach sie mit Wallishauser, zum Turnier in St. Gallen (SUI) Ende Mai nur als Ersatzreiterin mitzufahren. „Ich bin einen solch schweren Parcours noch nie geritten und weiß noch nicht, ob ich es mir zutraue“, gesteht die Tirolerin. Sie will dort durch Parcoursabgehen und durch Zuschauen lernen. Wichtig sei schließlich, den selbst ausgebildeten elfjährigen Wallachen nicht zu überfordern und das Vertrauen nicht zu verlieren.

Und das bloße Dabeisein ist für sie ein erster Schritt, um weiterzukommen. Dafür verzichtet Margreiter sogar auf die Verteidigung ihrer Führung im Casino Grand Prix. Das zweite Turnier der höchstklassigen Springreit­serie Österreichs findet am selben Wochenende statt. Den ersten der vier Teile hatte Margreiter auf Denver gewonnen und damit einmal mehr auf sich aufmerksam gemacht. (su)