Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.05.2019


Handball

Handball-Boss Lintner: “Haben gesehen, was alles möglich ist“

Das Viertelfinal-Aus ist für Tirols Handballkoordinator Thomas Lintner ein Wermutstropfen, insgesamt sei der Stern von Handball Tirol im Steigen.

Sebastian Spendier verlängerte seinen Vertrag bereits bis 2021.

© gepaSebastian Spendier verlängerte seinen Vertrag bereits bis 2021.



Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Nach der Saison ist vor der Saison. Während heute (19 Uhr) im ersten Halbfinale der spusu-Liga Hard und Westwien die Klingen kreuzen, rauchen bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol bei der Saisonanalyse die Köpfe. Dem Tiroler Handballkoordinator Thomas Lintner liegt das Viertelfinal-Aus im dritten Spiel (15:25 in Hard) noch immer schwer im Magen. Zu gerne wäre man im fünften Bestandsjahr von Handball Tirol erstmals nach 2017 wieder ins Halbfinale eingezogen.

Dass die junge Mannschaft von Trainer Frank Bergemann in den Entscheidungsspielen die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ, trübt Lintners Saisonbilanz aber nur ein wenig. „Insgesamt können wir zufrieden sein“, erklärte der Tiroler Handball-Guru mit Blick auf die Statistik. Zum Saisonbeginn sei man nur schwer in die Gänge gekommen, aber man habe sich selbst wieder aus dem Tief herausgeholt. „Dass wir erneut das obere Play-off verpasst haben, war ein Knackpunkt für die Mannschaft.“

Erfreulich sei, dass man sich frühzeitig für das Viertelfinale qualifizieren konnte und auch im ÖHB-Cup bis ins Halbfinale vorgestoßen wäre. Gegen Rekordmeister Bregenz war für den Cupsieger von 2011 jedoch Endstation. In der Crunchtime hätten die jungen Spieler die nötige Cleverness und Lockerheit vermissen lassen. Man sei jedoch knapp dran gewesen, das stimmt Lintner zuversichtlich für die neue Saison: „Wir haben gesehen, was alles möglich ist!“

Isak Rafnsson muss noch um sein Leiberl kämpfen.
Isak Rafnsson muss noch um sein Leiberl kämpfen.
- gepa

Verbessern muss sich Schwaz in der Offensive. Man hatte mit der Verpflichtung von Rückraumspieler Alex Semikov, der die Silberstädter im März vorzeitig wieder verlassen hatte, kein glückliches Händchen. Zeitgleich verletzte sich der Tiroler Senkrechtstarter Johannes Demmerer. Lintner: „Das schwächte unsere rechte Seite und war sicher etwas unglücklich.“

Zufrieden zeigte sich Lintner mit der Defensive rund um Goalie Jost Perovsek. Den Slowenen wolle man so wie Abwehrchef Alex Pyshkin (RUS) in der nächsten Saison halten. Die Leistungsträger Sebastian Spendier (Vertrag bis 2021) und Kapitän Alexander Wanitschek bleiben fix an Bord. Mit Trainer Frank Bergemann sei man in „sehr guten Gesprächen“ für eine Vertragsverlängerung.

Keine Änderungen sind bei medalp Innsbruck mit Coach Sebastia Salvat geplant. Die jungen Spieler würden sich toll entwickeln. Rang zwei in der Premierensaison der Serie A2 sei ein voller Erfolg. Lintner: „Das Italien-Projekt soll weitergehen!“