Letztes Update am Mi, 22.05.2019 14:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sportschießen

Olympia-Quotenplatz: Tiroler Schützinnen wollen Glück erzwingen

Die Tirolerinnen Olivia Hofmann, Franziska Peer und Nadine Ungerank kämpfen in München um einen Olympia-Startplatz.

Die Tiroler Sportschützinnen Nadine Ungerank, Olivia Hofmann und Franziska Peer (v.l.).

© Vanessa Rachlé / TTDie Tiroler Sportschützinnen Nadine Ungerank, Olivia Hofmann und Franziska Peer (v.l.).



Von Benjamin Kiechl

München – „Das Glück war bisher nicht auf unserer Seite“, erklärt Sportschützin Olivia Hofmann und legt das Gewehr beim Training am Landeshauptschießstand Innsbruck-Arzl kurz zur Seite. Bei den Weltcups in Delhi (IND) und Peking (CHN) hatten die Innsbruckerin Hofmann und ihre Wörgler Nationalteam-Kollegin Franziska Peer zweimal in dieser Saison das Finale knapp verpasst. Auch für Landsfrau Nadine Ungerank („Es waren einige blöde Fehler dabei“) lief es noch nicht nach Wunsch – das Trio trainiert dieser Tage deshalb umso ehrgeiziger.

Das Rennen um die begehrten Olympia-Quotenplätze hat bereits begonnen. Die nächste Gelegenheit bietet sich ab Sonntag beim Weltcup in München sowohl im Luftgewehr-Bewerb als auch über die 3x40 Kleinkaliber. Weiter geht es bei den Europa-Spielen in Minsk (ab 21. Juni).

Hofmann hat Olympia-Erfahrung

In München würde eine Top-zwei-Platzierung die Tür zu den Spielen öffnen. Unter gewissen Voraussetzungen könnte auch ein Finalplatz (Top acht) reichen. Hofmann konnte bereits in Rio 2016 mit Platz fünf im Dreistellungskampf aufzeigen: „Die Erfahrung macht mich geduldiger. Ich weiß, dass ich mich qualifizieren kann, wenn die Leistung passt“, erklärt die 26-Jährige zuversichtlich. Für Franziska Peer kamen die Spiele 2016 noch zu früh, umso motivierter zeigt sich die 32-Jährige beim zweiten Anlauf: „Ich bin sehr gut vorbereitet“, erklärt die Ex-Armbrust-Weltmeisterin.

Speziell wird der Weltcup in München aufgrund der Nähe zu Tirol. „Es gibt keine Zeitumstellung und keine Probleme am Flughafen“, freut sich Peer. Die Zillertalerin Ungerank wird von ihrer Familie begleitet, für einen Finalplatz müsse alles zusammenpassen: „Der Weltcup in München ist immer hervorragend besetzt.“ Da ist einmal mehr Millimeterarbeit gefragt.