Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 03.06.2019


UPC Tirol Liga

St.-Johann-Trainer Handle sehnt das Saisonende herbei

St. Johann muss neben Patrick Wurzrainer (l.) mit Andi Lovrec und Alexander Bliem schon länger auf drei wichtige Säulen verzichten.

© Thomas BöhmSt. Johann muss neben Patrick Wurzrainer (l.) mit Andi Lovrec und Alexander Bliem schon länger auf drei wichtige Säulen verzichten.



Im Herbst hinter Hall noch die zweitbeste Mannschaft, im Frühjahr mit acht Zählern das bis dato schlechteste Team der Liga: St. Johann hat in dieser Saison schon vieles an Höhen und Tiefen erlebt. Und das hat Spuren hinterlassen, auch bei Trainer Thomas Handle.

„Ich hoffe, dass die Meisterschaft bald vorbei ist", kommentierte der 50-Jährige den anhaltenden Negativtrend seiner Mannschaft. Aus den letzten sechs Spielen gab es fünf teils deutliche Niederlagen: „Es wird immer schlimmer." Handle meint damit vor allem die höchst angespannte Personalsituation: „Jedes Mal muss ich zaubern, damit ich eine Mannschaft zusammenbekomme." Zwar kommen viele Nachwuchskräfte aufgrund der vielen Ausfälle zu Einsatzminuten: „Doch die sind bei allem Bemühen teilweise einfach überfordert."

Für Trainerfuchs Handle ist vor allem der langfristige Ausfall einiger Leistungsträger (u. a. Patrick Wurzrainer, Andreas Lovrec, Alexander Bliem) Grund für das Seuchenfrühjahr: „Jetzt müssen einige Spieler, die im Herbst locker aufspielen konnten, Verantwortung übernehmen und kommen damit offenbar nicht klar." Der 50-Jährige, vor einigen Jahren noch als Spielertrainer aktiv, hat seinen eigenen Spielerpass wohlweislich in Fieberbrunn gelassen: „Da liegt er gut", schmunzelt Handle: „Stell dir vor, ich stelle mich mit 50 selbst auf und mache einen Fehler, da könnte ich mir viel anhören."

In den letzten zwei Saisonspielen muss es auch ohne Spieler Handle gehen: „Ich will noch vier Punkte holen, dann war es für uns im Großen und Ganzen trotzdem eine gute Saison. Und das haben wir uns verdient." (a.m.)