Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.06.2019


Stockschiessen

Breitenbach fehlt nur noch ein Sieg zur Staatsliga

Momente der Wahrheit für Tirols Top-Stocksportklubs: Angerberg muss im letzten Spiel den Abstieg verhindern, Breitenbach klopft ganz oben an.

Spannung bis zum letzten Spiel: Der SV Breitenbach (blau) feierte am Samstag gegen den ESV Wolfgrub einen 7:3-Heimerfolg.

© SV BreitenbachSpannung bis zum letzten Spiel: Der SV Breitenbach (blau) feierte am Samstag gegen den ESV Wolfgrub einen 7:3-Heimerfolg.



Von Roman Stelzl

Breitenbach – Zwischen Fluch und Segen liegt in der Stocksport-Bundesliga ein schmaler Grat. Und auf dem balancierte der SV Breitenbach in dieser Saison so vortrefflich, dass die Unterländer nur noch ein Sieg vom Aufstieg in die Staatsliga und damit der höchsten Spielklasse Österreichs trennt.

Das eigentliche Ziel heuer, der Nichtabstieg, wurde erst in der vorletzten Runde fixiert. Und nur wenige Wochen später brachte ein 7:3-Heimerfolg am Samstag gegen den ESC Wolfgrub den ersten Rang in der Vorrunden-Gruppe A. Damit qualifizierten sich die Breitenbacher für das Viertelfinal-Play-off um den Meistertitel. Und, fast noch wichtiger: Ein Sieg gegen das oberösterreichische Team aus Alkoven (15. Juni) würde einen Platz unter den besten vier Teams und somit den Aufstieg fixieren.

„So, wie es heuer gelaufen ist, können wir nur zufrieden sein. Zuerst war der Klassenerhalt unser Ziel – und nun können wir erstmals in die Staatsliga aufsteigen. Das wäre eine tolle Geschichte“, erklärt SV-Breitenbach-Obmann Hermann Huber. Mit vier Siegen aus sechs Spielen blieben die Tiroler nur hauchdünn vor der SU Altenberg – damit verbunden ist das Heimrecht im Viertelfinale. Huber: „Dort werden wir alles daransetzen, dass wir gewinnen.“

Während die Breitenbacher laut an die Türe zur Staatsliga klopfen, könnte diese Türe für den einzigen Tiroler Verein ganz oben zugehen. Der EV Angerberg, erst seit dieser Saison in der Staatsliga vertreten, liegt auf dem vierten und letzten Rang der Gruppe D. Ein Spiel ist noch ausständig – und das findet am kommenden Samstag ausgerechnet bei Tabellenführer Voitsberg statt. „Es wird schwierig. Aber wir werden alles tun, damit wir den Abstieg verhindern“, zeigt sich EV-Angerberg-Obmann Peter Gschwentner kämpferisch. Beinbruch sei der Abstieg aber auch keiner.

Apropos Abstieg: Der ist für den ESV Wörgl in der Bundesliga Realität. Nach dem 2:8 beim ESV Zederhaus geht es eine Stufe nach unten.