Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 06.06.2019


Beachvolleyball

Von wegen am Sand: Aufatmen bei Ermacora

Der Tiroler und sein Partner aus der Steiermark haben ihren Traum von Olympia noch nicht aufgegeben.

Wieder im Rennen um Olympia: Ermacora/Pristauz.

© gepaWieder im Rennen um Olympia: Ermacora/Pristauz.



Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – „Das war so wichtig für uns“, atmet Beachvolleyballer Martin Ermacora auf. Mit Partner Moritz Pristauz überstand er beim FIVB-4*-World-Tour-Turnier in Ostrava (CZE) die Qualifikation, gewann gegen die Nummer vier der Welt und holte schließlich Rang neun. „Endlich hat sich das Blatt gewendet“, freut sich der in Wien lebende Tiroler. Neun Monate lang hatten beide aufgrund seiner Schulterverletzung kein Turnier gespielt, zuletzt war es deshalb schwer gewesen. „Wir haben super trainiert, aber die Matchpraxis fehlte“, sagt der Tiroler.

Die 200 Punkte für die Weltrangliste kommen gerade richtig. Zum einen, weil die Vorjahreszähler rausfielen. Zum anderen, weil im Hinblick auf das Ziel Olympische Spiele 2020 die Zeit drängt: Die Qualifikationsphase, in der die zwölf besten Ergebnisse zählen, läuft seit Oktober. Ermacora/Pristauz sind erst im April eingestiegen: „Es wird sauschwer, weil wir schon einiges verpasst haben, aber wir geben Vollgas.“

Ostrava soll für das Tirol-Steiermark-Duo nun eine Initialzündung gewesen sein. Ihr Trainer Stelian Moculescu bestätigte einen der besten Auftritte überhaupt. „Ausnahmsweise nicht in Österreich“, sagt Ermacora schmunzelnd und spielt auf ihre größten Erfolge in Wien und Klagenfurt an. Ein Startschuss also, der beim ersten Spiel dort so gar nicht danach ausgesehen hatte. „Wir lagen zurück und punkteten aus einer unmöglichen Position. Da habe ich gewusst: Es ist noch nicht vorbei“, so der 25-Jährige. Schon diese Woche gilt es, in Baden den Anfang fortzusetzen, um wichtigere Punkte geht es allerdings in der kommenden Woche in Warschau.