Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 14.07.2019


Bahnrad

Nach Unfall-Schock knackte Tim Wafler in Königsdisziplin die Top 8

Tim Wafler ist in Belgien weiter flott unterwegs.

© HajekTim Wafler ist in Belgien weiter flott unterwegs.



Der Omnium-Bewerb, vergleichbar mit dem Leichtathletik-Zehnkampf, gilt als die Königsdisziplin im Bahnradsport.

Das weiß auch Tirols Juwel Tim Wafler, der am Freitagabend bei der Junioren-EM in Gent (Belgien) als Siebter die Top acht knackte. Und der 17-Jährige, der eine Olympia-Teilnahme als sein ehrgeiziges (Fern)-Ziel angibt, hat dabei das große Ganze im Blick: „Das war mein Ziel, denn für ein Top-acht-Ergebnis in einer olympischen Disziplin gibt es zusätzliche Förderungen für den Verband, die wir dringend nötig haben."

Dabei hatte der Tag mit einem Unfall des Italieners Lorenzo Gobbo alles andere als ideal begonnen. Ein 40 Zentimeter langes Holzstück der Bahn hatte den 17-Jährigen, der außer Lebensgefahr ist, quasi durchbohrt. „In diesem Moment war mir die Platzierung egal", erzählte Wafler, der heute mit Radsport-Stanger-Teamkollege Paul Buschek das Madison bestreitet. Zu Beginn der EM hatte Wafler Silber im Scratch-Bewerb gewonnen. (t.w.)




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