Letztes Update am So, 21.07.2019 18:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tennis

Ungebrochene Tennis-Euphorie in Kramsach trotz Kopps Final-Pleite

Nach etwas über einer Stunde musste sich Sandro Kopp am Sonntag im Kramsach-Finale Ronald Slobodschikow 2:6,0:6 geschlagen geben. Die Veranstalter zogen dennoch zufrieden Bilanz.

Sandro Kopp zog trotz seiner Final-Niederlage ein positives Resümee.

© Michael KristenSandro Kopp zog trotz seiner Final-Niederlage ein positives Resümee.



Von Robert Ullmann

Kramsach – Wer Krasnoyarsk auf der Landkarte sucht, der findet die Millionenstadt in Sibirien. Dort ist Ronald Slobodchikov zuhause. Der 26-jährige Tennisprofi krönte sich bei seinem ersten Aufenthalt in Österreich mit dem Turniersieg bei der ITF World Tennis Tour in Kramsach. Er zerstörte beim 6:2,6:0-Finalerfolg in knapp mehr als einer Stunde Spielzeit den Titeltraum von Sandro Kopp.

Enttäuschung darüber sieht aber anders aus. „Ich hatte in dieser Woche viele lange Matches in den Beinen und konnte nicht mein ganzes spielerisches Potenzial abrufen“, fand Kopp eine Erklärung für die deutliche Niederlage gegen die „laufende Tenniswand“. Lobende Worte für die Einstellung und die Leistung gab es für den mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerutschten 19-Jährigen aber von allen Seiten. Selbst der stets kritische Trainer Dahlbo fand, dass sein Schützling „eine Woche lang sehr gut gespielt hat. Ich kann ihm nichts vorwerfen“. Einziger Tadel im Finale: „Sandro ließ sich von seinem Gegner zurückdrängen“. Nächste Station Kopps ist das Turnier in Wels. Dort erhielt der Tiroler wieder eine Wildcard für das Hauptfeld. Und keine Frage: die Konkurrenz ist gewarnt.

In Kramsach hat Kopp jedenfalls ein Tennisfeuer entfacht, von dem nicht nur die Anhänger der Filzkugeljagd infiziert wurden. „Wir verzeichnen heuer einen neuen Zuschauerrekord“, meldete Turnierdirektor Werner Auer. Verdienter Lohn für die Veranstalter, die einmal mehr für optimale Verhältnisse sorgten, eine Art Wimbledon im Kleinformat am Finaltag auf die Füße stellten. Angefangen von Ballbuben und Ballmädchen am Center Court über die Zusatztribünen bis hin zum 10 Kilogramm schweren Wanderpokal, bei dem der Name des Siegers, wie in Wimbledon eben, noch vor der Siegerehrung eingraviert wurde.

Kramsach wurde dem Ruf als perfekter Veranstalter der ITF-Turnierserie wieder einmal gerecht. Und wenn es nach Werner Auer geht, soll auch 2020 ein internationales Turnier auf der Länd ausgetragen werden. Auer: „Der Publikumsandrang, die Leistung Kopps und die Mitarbeit vieler Freiwilliger sind Motivationsschub genug das Turnier wieder durchzuführen“. Unter geänderten Regeln, denn noch im August soll sich in Sachen Qualifikation und Punktevergabe bei der ITF World Tennis Tour einiges ändern, davon ist ITF-Supervisor Werner Hötzinger überzeugt.

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