Letztes Update am Di, 23.07.2019 11:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Basketball

Neue Liga, alte Visionen und Gerüchte um Ortner bei den Raiders

Quo vadis, Tiroler Basketball? Die Swarco Raiders sind jetzt in der zweiten Bundesliga, wollen dort aber nicht (zu) lange verweilen. Lokalheld Benjamin Ortner ist ein Thema.

Auf Mansata Cisse (M.) bauen die Swarco Raiders auch in der zweiten Basketball-Bundesliga.

© KristenAuf Mansata Cisse (M.) bauen die Swarco Raiders auch in der zweiten Basketball-Bundesliga.



Von Daniel Suckert und Roman Stelzl

Innsbruck – Basketball und Swarco Raiders – das funktioniert, wie man weiß. Die Innsbrucker schafften gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Managerin Claudia Nuener sprach über die Vorfreude, Herausforderungen und Ziele.

... über die ersten Änderungen: „Wir haben mit Felix Jambor einen neuen Coach. Amir Medinov bleibt uns erhalten, wird Jambors Co-Trainer und übernimmt die U19. Das Landessportcenter ist unsere neue Heimstätte. Der Verband lässt ab heuer alle Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga (Livestream, Anm.) übertragen. Deshalb müssen wir die Halle noch adaptieren.“

... über den Zuschauerzuspruch: „Im Landessportcenter haben wir 600 Sitz- und jede Menge Stehplätze. Die Leitgebhalle war immer voll und das bleibt auch unser Ziel. Wir werden einiges bieten – es geht bei den Raiders immer um Sport und Entertainment. Die Leute sind froh, dass in Tirol auf Basketballebene wieder was passiert. Aber auch wir waren sehr positiv überrascht, dass es so euphorisch angenommen wurde.“

... über Vorbilder: „Es gibt im Westen mit Dornbirn ein Paradebeispiel. Sie leisten ausgezeichnete Arbeit und das schon seit Jahren. Der Verband zeigte sich uns gegenüber sehr erfreut. Die Begeisterung, die wir im Football auslösen konnten, macht ihnen viel Hoffnung, dass es beim Basketball ähnlich läuft.“

... über das Budget: „Wir haben ein Gesamtbudget von 1,3 Millionen Euro. In der zweiten Liga brauchen wir Minimum 50.000 Euro, in der ersten Liga geht es um 350.000.“

... über die Erwartungen: „Wir lassen jetzt einmal alles auf uns zukommen. Wir haben einen Zehnjahresplan, bei dem am Ende die erste Bundesliga stehen soll. Aber wir gehen jetzt nicht auf Shopping-Tour. Die Westliga-Mannschaft hat es sich verdient, in der zweiten Liga aufzuspielen. Wir bauen auf unsere Raiders-Family, egal, ob Sponsoren oder Fan-Base. Unser Job wird sein, ein Rahmenprogramm zu liefern, das für alle passt. Wir wollen unsere Synergien nützen.“

... über den Sprung zum Profitum: „Wir bleiben jetzt einmal auf dem Amateurstatus. Prinzipiell gilt das Raiders-Prinzip: Egal wo wir sind, wir wollen immer oben mitspielen. Aber: Wir müssen realistisch und innovativ bleiben.“

... über das Sponsoring: „Wir suchen immer Sponsoren – egal ob Football, Basketball oder Cheerleading. Die Suche in Tirol ist alles andere als einfach. Aber wir sprechen die Familien und die Jungen an. Bei uns muss niemand Angst haben, wenn er ins Stadion kommt. Dass wir zwischen 2000 und 5000 Fans haben, verdanken wir der guten Arbeit meiner Vorgänger und dem Erfolg. Unser Aufwand ist groß, aber es rentiert sich.“

... über eine Verpflichtung des Lokalhelden Benjamin Ortner: „Wir sind im Kontakt. Benni würde gut zu uns passen, aber ich weiß nicht, ob er sportlich jetzt schon sesshaft werden will. Er hat seine Familie hier und es wäre nur logisch, dass er irgendwann in Innsbruck spielt. Eine Verpflichtung hängt von den beiderseitigen Vorstellungen ab.“

... über sonstige „Local Heroes“: „Wir haben in jeder Altersklasse eine Mannschaft und der Andrang war und wird wieder groß sein. Unser klares Ziel ist, Tiroler auszubilden und groß rauszubringen. Das betrifft das Football und das Basketball. Aber jetzt geht es erst einmal Schritt für Schritt voran. Innsbruck ist eine Studentenstadt und davon profitieren wir ebenso.“

... über die Aufnahme der Baseballer: „Es heißt nicht umsonst American Sports. Aber es muss für beide Seiten passen. Beim Baseball in Innsbruck gibt es derzeit gerade einmal 15 Mitglieder. Einen gewissen Anspruch haben wir schon.“