Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 05.08.2019


Sport in Tirol

Arlberg Giro mit neuen Siegern

1500 Radler stürmten gestern den 9. Arlberg-Giro – Siege an Nothegger und Zoller.

Zunge raus bei Sieger Mathias Nothegger (l.) im Moment der Entscheidung, als er hinter Profi Stephan Rabitsch (r.) in Pettneu die entscheidende Attacke ritt.

© ZangerlZunge raus bei Sieger Mathias Nothegger (l.) im Moment der Entscheidung, als er hinter Profi Stephan Rabitsch (r.) in Pettneu die entscheidende Attacke ritt.



Von Toni Zangerl

St. Anton – „Alles Rad!“ – so lautete am Wochenende das Motto für 1500 Pedaleure in St. Anton. Die 9. Auflage des Arlberg Giro mit dem Profi-Kriterium und dem Marathon über 150 Kilometer und 2500 Höhenmeter bot Sport vom Feinsten. Der Wettergott war dem veranstaltenden Tourismusverband gut gesinnt, lauter neue Sieger standen am Podium.

Für Spannung im Kriterium durch die engen Gassen sorgten auch die Damen, von denen Beate Zanner (GER) vor Sylvia Gehnböck (GER) und Lokalmatadorin Daniela Traxl-Pintarelli die Schnellste war. Bei den Herren musste sich der Imster Daniel Federspiel (Team Vorarlberg Santic) nur Profi Matthias Krizek (AUT/Team Felbermayr) um Radbreite geschlagen geben. Das Schockerlebnis beim Ironbike in Ischgl, als ihm in der Nacht zuvor sein Renn-Bike im Wert von fast 10.000 Euro gestohlen worden war, nagte noch immer im Hinterkopf der „Feder“. „Ein Wahnsinn, dass jemand so etwas macht“, sagte er enttäuscht. Frühsport bei herbstlich knackigen Temperaturen gab es gestern um 7 Uhr morgens beim Start zum Arlberg-Giro:

Lokalmatadorin Daniela Traxl-Pintarelli glänzte.
Lokalmatadorin Daniela Traxl-Pintarelli glänzte.
- Zangerl

Die 150 km von St. Anton über den Arlbergpass, durch Klostertal, Montafon, Silvretta, Paznaun und Stanzertal waren bei traumhaften Bedingungen eine Galavorstellung der besten Marathon-Spezialisten: Mathias Nothegger (Vorarlberg), Michael Spögler (Südtirol), Stefan Kirchmair (Telfs) und Patrick Hagenaars (Wörgl) lieferten sich mit Elitefahrer Stephan Rabitsch (Team Felbermayr) ein packendes Duell. Erst fünf Kilometer vor dem Ziel in Pettneu setzten sich Nothegger und Rabitsch von den Verfolgern ab. Im Ziel ließ Rabitsch, der als Elitefahrer ohnehin diese Touristikveranstaltung nicht gewinnen durfte, Nothegger nach 3:45:58 Stunden den Vortritt.

Bei den Damen gab es durch die Schweizerin Nina Zoller mit 4:07:56 Stunden vor Daniela Traxl-Pintarelli (4:14:17 Stunden) und Tatjana Paller (4:17:30 Stunden) ebenfalls eine neue Siegerin.

Hiobsbotschaft am Rande der Veranstaltung: Ein 48-jähriger deutscher und ein 51-jähriger belgischer Amateurradler kamen in Kappl zu Sturz, beide wurden schwer verletzt ins Krankenhaus Zams gebracht.