Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 06.08.2019


Regionalliga Tirol

Nach schwerer Verletzung greift Hamzic im zweiten Wacker-Team an

Noch ehe das Unterhaus startet, steigt heute in der Regionalliga Tirol die dritte Runde.

Mit einem starken Leitwolf namens Armin Hamzic (l.) überraschen die Wacker-Fohlen zum Saisonauftakt der Regionalliga Tirol.

© Michael KristenMit einem starken Leitwolf namens Armin Hamzic (l.) überraschen die Wacker-Fohlen zum Saisonauftakt der Regionalliga Tirol.



Innsbruck — Während Tirol-Ligist Union vor dem Liga-Auftakt am Wochenende im letzten Match der zweiten Kersch­dorfer-Cup-Hauptrunde eine 2:9-Niederlage bei Landesligist Oberperfuss zu verdauen hatte, geht es in der Regionalliga Tirol weiter Schlag auf Schlag. Vier Partien stehen heute auf dem Programm, die meisten Kilometer (gut 130) muss dabei Aufsteiger Imst am Weg zum Gastspiel bei den noch punkte­losen Kufsteinern abspulen.

Mit vier Punkten in den ersten beiden Runden hat die zweite Mannschaft des FC Wacker Innsbruck so gut wie alle „Experten" überrascht. „Wir haben das Feuer und die Begeisterung. Und ich hoffe, wir bringen das weiter Runde für Runde aufs Feld", sagt Coach Christian Stoff, der mit Armin Hamzic einen bislang exzellenten „Leitwolf" („Er hat seine Rolle voll angenommen") in den eigenen Reihen weiß.

Warum einer wie Hamzic, der im Abstiegs-Frühjahr 2014 mit 20 für den FCW in der Bundesliga debütierte und mit 112 Zweitliga-Einsätzen mehr Erfahrung als fast all­e der gegenwärtigen Einser-Truppe aufweist, eigentlich in der Regionalliga kickt? Eine Frage, die auch mit Blick auf die Verletzungshistorie des 25-jährigen Mittelfeldstrategen beantwortet wird. „Meine Knöcheloperation hat mich ein Jahr gekostet. Ich bin einfach froh, dass ich wieder 90 Minuten spielen kann. Schön, dass mir auch schon zwei Treffer gelungen sind. Mit einem Sprung zurück zu den Profis befasse ich mich im Moment nicht", sagt der Kapitän, der als Ruhepol gilt und den Weg in beide Richtungen kennt.

Hamzics Blick gilt auch der Abendmatura, „nur" auf Fußball will er längst nicht mehr setzen. Vielmehr wird Telfs-Coach Stefan Höller, der beim 2:1-Sieg von Wacker II gegen Kufstein in Jenbach spioniert­e, heute einen „Sonderbeauftragten" zur Einengung der Kreise des Wacker-Regisseurs aufs Feld schicken. (lex)

Heute: Kufstein — Imst, Hall — Kitzbühel (beide 19 Uhr), Zirl — Schwaz (19.30), Telfs — Wacker II (20 Uhr); Mittwoch: Reichenau — Wörgl (18.30).