Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 07.08.2019


Football

Österreich gewann zum fünften Mal in Folge die U19-EM

Neun Tiroler Raiders dürfen sich U 19-Europameister nennen. Schneider schaffte damit ein „Quadruple“.

Schnappschuss nach dem Sieg: Die EM-Medaillen scheinen den Beißtest der Tiroler zu bestehen.

© privatSchnappschuss nach dem Sieg: Die EM-Medaillen scheinen den Beißtest der Tiroler zu bestehen.



Innsbruck – Weder Spanie­n (61:7) noch Dänemark (45:6) oder im Finale auch Schweden waren Österreichs Nachwuchs-Footballern bei der U19-EM gewachsen: Mit einem souveränen 28:0-Sieg sicherten sie sich am Sonntag in Bologna den EM-Titel – zum fünften Mal in Folge.

Ein Beweis für Österreichs Nachwuchsstärke in Europ­a, verkündete der nationale Football-Verband stolz. Auch neun Tiroler Spieler schienen in Österreichs EM-Roster auf, dazu vier Tiroler Trainer wie etwa Florian Grein, Nachwuchsleiter der Swarco Raiders Tirol. Die Herausforderung war, alles in Einklang zu bringen. „Die Jungs spielen in der Saison gegeneinander und müssen dann in kurzer Zeit zu einem Team zusammenwachsen, um als Einheit aufzutreten“, erklärt der ehemalige Spieler und U19-EM-Offense-Coordinator.

Einige standen sich nur zwei Tage vor dem EM-Auftakt sogar noch in der Austrian Bowl in St. Pölten gegenüber – darunter auch Raiders-Talent Marco Schneider, der im EM-Finale auch einen Touchdown beisteuerte. Der 18-Jährige schnappte sich nun also den vierten Titel in dieser Saison (CEFL, ECTC und AFL) und komplettierte die „perfect season“ der Raiders – mit einem so genannten „Quadruple“. „Es ist ein ­unbeschreibliches Gefühl“, schwärmte der Innsbrucker rückblickend. Nach den aufreibenden letzten Wochen warten jetzt die Ferien, „aber dann geht es schon wieder los mit den Off-Season-Vorbereitungen für die nächste Saison“. (sab)

Die neun Tiroler U19-Europameister: Marco Rumetshofer (WR), Marco Schneider (WR), Lukas Haslwanter (RB, steuerte drei TDs bei U19-EM bei), Nico Höllwarth (WR), Davide Rettenbacher (LB), Mario Kljajic, Tobias Url (beide OL), Johannes Schennach und Fabian Egger (beide DL).