Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 11.08.2019


Tiroler Liga

„Morgen fragt keiner mehr“: Kirchbichl mit 3:1-Erfolg in Völs

Kirchbichl rehabilitierte sich nach dem Cup-Aus in Buch und gewann zum Tiroler-Liga-Start 3:1 in Völs. Milser Rückkehr nach über 25 Jahren endete remis.

Der Völser Valentin Petrov (l.) konnte Kirchbichl-Schlussmann Rudolf Obernauer nur einmal bezwingen und verlor das Auftaktspiel in der Tiroler Liga zuhause 1:3.

© zeitungsfoto.atDer Völser Valentin Petrov (l.) konnte Kirchbichl-Schlussmann Rudolf Obernauer nur einmal bezwingen und verlor das Auftaktspiel in der Tiroler Liga zuhause 1:3.



Von Thomas Mair

Innsbruck — „Ich bin etwas besänftigt" — Paul Schneeberger freute sich am Samstag mit seinen Kirchbichler Fußballern über den gelungenen Ligastart mit einem 3:1-Erfolg in Völs und ließ das 2:3-Cup-Aus in Buch hinter sich. „In der ersten Halbzeit waren wir die Besseren, nach dem Wechsel regierte die Hektik. Egal: Morgen fragt keiner mehr, wie der Sieg zustande kam", schloss Schneeberger.

Gegenüber Hans Glabonjat war mit der Darbietung seiner Elf nicht unzufrieden: „Wir waren ebenbürtig." Zwei Verletzungen (Eichner beim Aufwärmen, Alphons in der Anfangsphase) brachten das Konzept durcheinander. Trotz der lobenden Worte gibt es für den 48-Jährigen kein Schönreden mehr. „Irgendwann müssen gewisse Leute liefern", fordert Glabonjat von den Leistungsträgern mehr ein, um tabellarisch nicht wieder im Keller zu landen.

Ein Auftakt nach Maß wäre beinahe Aufsteiger Mils im Freitags-Derby in Volders gelungen. Erst ein Elfmetertor in der Nachspielzeit von Jakob Triendl rettete den Hausherren ein 2:2-Remis. „Auswärts ein X hätte ich vor dem Anstoß genommen, und über das ganze Spiel gesehen, geht das Ergebnis auch in Ordnung", vergaß Mils-Coach Andreas Graus nicht, dass die Latte beim Stand von 1:1 seine Elf vor einem Rückstand bewahrte. Die Art und Weise, wie der Sieg vergeben wurde, verursachte bei ihm trotzdem Schmerzen: „In der 94. Minute den Ausgleich zu bekommen, tut schon weh." Die Elferentscheidung war für den 41-Jährigen nicht diskussionswürdig. Nachdem Mitaufsteiger Silz/Mötz zuhause gegen den SVI mit 0:5 unter die Räder kam, können die Milser mit ihrem ersten Tiroler-Liga-Auftritt nach mehr als einem Vierteljahrhundert zufrieden sein. Die Ost-Aufsteiger Ebbs und Fügen komplettieren am Sonntag (17 Uhr) die erste Runde.

Mit einem Lupfer aus 30 Metern erzielte Kapitän Manuel Eiterer (r.) das vermeintliche Milser Siegestor beim 2:2 in Volders.
Mit einem Lupfer aus 30 Metern erzielte Kapitän Manuel Eiterer (r.) das vermeintliche Milser Siegestor beim 2:2 in Volders.
- Michael Kristen