Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 19.08.2019


Unterhaus

Eine gute Planung ist das halbe Leben

Während man in der Regionalliga Tirol kaum mit den Spielen nachkommt, wartet die 2. Klasse immer noch auf den Auftakt.



Von Tobias Waidhofer

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Innsbruck – Dass sich die Fußball-Trainer der Regionalliga Tirol allesamt einig sind, kommt seltener vor als Schnee im Sommer. Was den Spielplan betrifft, ist aber genau das der Fall: egal ob Michi Baur (Kitzbühel), Denis Husic (Wörgl) oder Stefan Höller (Telfs), um nur drei Coaches namentlich zu nennen – alle ächzen inmitten eines intensiven (Urlaubs-)Monats unter der Belastung.

Auf den Startschuss am 26. Juli folgten bislang sechs Spieltage (inklusive zwei aufeinanderfolgende englischerWochen) – bis 31. August stehen zwei weitere Runden an. Im gleichen Zeitraum sind es in Salzburg und in Vorarlberg eine weniger. „Wir hinterfragen uns ständig und schauen, was wir besser machen können“, antwortet TFV-Vizepräsident Adi Stastny den Kritikern. Und eines wurde schon ausgemacht: „Wir hätten eine der zwei englischen Wochen nach vorne oder hinten schieben müssen“, weiß Stastny, dass vier Spieltage binnen 14 Tagen schwer zu stemmen sind. Außerdem betont der Funktionär: „Weil die Regionalliga-Tirol-Clubs erst im Frühjahr in den Cup einsteigen, ist die Belastung insgesamt geringer.“ So würden statt 19 Partien im Herbst 2018 (17 Westliga-Spiele, zweimal TFV-Cup) im Jahr 2019 „nur“ noch 18 Spiele (Regionalliga Tirol) warten.

Doch nicht nur ganz oben, auch ganz unten rumort es: Dass die 2. Klasse erst Ende August startet und die vier Ligen aus jeweils nur noch zehn Teams bestehen, stößt dem einen oder anderen Verantwortlichen sauer auf. Zum Beispiel Helmut Bertsch, Trainer bei der SPG Flaurling/Polling: „Das ist eine Abwertung der 2. Klasse. Nur neun Spiele, das ist keine Meisterschaft.“

Auch der späte Startschuss regt auf: „Warum fangen wir nicht gleichzeitig mit allen anderen an? Gehören wir nicht dazu?“, fragt sich Bertsch. „Ich gebe ihm prinzipiell Recht. Aber man kann die 2. Klasse nicht nur unter sportlichen Aspekten sehen“, antwortet Stastny. Hätte man Ligen zusammengelegt, hätte manches Team in den sauren Apfel langer Auswärtsfahrten beißen müssen. Weniger Spiele statt mehr Kilometer sei das Motto.


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Firmenlauf 2019
Firmenlauf 2019

Voller Einsatz für die Firma: Das sind die besten Leserfotos vom Tiroler Firmenlauf

Volle Straßen in Innsbruck: Tausende Teilnehmer stellten sich am Samstagabend wieder der 5,6 Kilometer langen Strecke beim 18. Tiroler Firmenlauf. Wir veröff ...

Trotz intensiver Derby-Zweikämpfe wie zwischen Siller (blau) und Heim siegte am Ende der Fair-Play-Gedanke.Tiroler Liga
Tiroler Liga

Klingler als heimlicher Sieger

Dank eines 2:1-Erfolgs in Kundl kletterte Kirchbichl an die Tabellenspitze der Hypo Tirol Liga. Faire Hausherren hätten sich ebenso Punkte verdient.

Für die zweite Mannschaft hat Vasil Kusej gestern bereits seine Visitenkarte abgegeben, bald soll er für die Profis treffen.Regionalliga Tirol
Regionalliga Tirol

Kusej schlug gleich zu

Vor 300 Zuschauern trennten sich Wacker II und der FC Zirl mit 2:2. Am Sonntag (17 Uhr) wartet auf der Emat das Spitzenspiel zwischen Telfs und Schwaz.

Ein gutes (Wurf-)Händchen haben bisher die Tiroler Beate Reinalter und Niki Natale bei der Boccia-Heim-EM bewiesen.Boccia
Boccia

Zwischenzeugnis bei der Boccia-EM macht Lust auf mehr

Der Kampf um die Medaillen bei der Boccia-EM nimmt mit dem Beginn der K.o.-Phase Fahrt auf. Mittendrin statt nur dabei: Die Tiroler Niki Natale und Beate Rei ...

Tirols Judo-Präsident Martin Scherwitzl (r./mit Graf und Unterwurzacher) trat, so wie insgesamt acht von zwölf ÖJV-Vorstandsmitgliedern, zurück.Judo
Judo

Scherwitzl: „Der neue Präsident wird nicht aus Wien kommen“

Tirols Judo-Verbandspräsident Martin Scherwitzl über das nahende Ende von Hans-Paul Kutschera und warum er nicht sein Nachfolger wird.

Weitere Artikel aus der Kategorie »