Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 19.08.2019


Regionalliga Tirol

Schwaz belohnte sich für spektakuläre Aufholjagd

21 Tore in drei Partien: Die drei Sonntagsspiele in der Regionalliga Tirol waren einen Besuch wert. Wacker II verspielte gar eine 4:1-Führung.

Die Telfer Michael Augustin (links) und Michael Schennach (Mitte) besiegten Zirl (Thomas Bergmann) mit 5:3.

© Vanessa Rachle / TTDie Telfer Michael Augustin (links) und Michael Schennach (Mitte) besiegten Zirl (Thomas Bergmann) mit 5:3.



Von Alois Moser und Daniel Lenninger

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Innsbruck — Der „Super-Sonntag" in der Regionalliga Tirol wurde seinem Namen vollauf gerecht. Erst trennten sich die Reichenau und Hall 2:2, ehe Schwaz eine tolle Aufholjagd gegen die Wacker-Fohlen mit einem 5:4-Sieg krönte. Im Oberland-Derby zwischen Telfs und Zirl hatten die Hausherren beim 5:3-Heim­erfolg die Nase vorne.

Reichenau — Hall: „Die erste Halbzeit war fürchterlich", bekannte Halls Trainer Akif Güclü, der seine Truppe mit einem 0:1 zur Pause „noch gut bedient sah". Nach einer Leistungssteigerung drehten die Löwen die Partie aber noch, um postwendend den Ausgleich zum späteren 2:2-Endstand zu kassieren. Hausherr Gernot Glänzer kommentierte schmunzelnd: „Alle können zufrieden heimgehen."

Wacker II — Schwaz: Zur Halbzeit schien im Stadion Jenbach am Sonntag die Messe gelesen: 4:1 stand es für die Wacker-Fohlen, Schwaz war offenbar geschlagen. Doch damit waren die Silberstädter nicht einverstanden: Mit dem 2:4 gleich nach Wiederbeginn starteten die Gäste eine furiose Aufholjagd, die sie kurz vor dem Ende sogar mit dem 5:4-Siegtreffer krönten. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft", attestierte Trainer Bernhard Lampl seinen Schützlingen nach dem Kraftakt in der zweiten Hälfte „einen tollen Charakter". Auch wenn man sich das Leben vor der Pause selbst schwergemacht habe: „Da haben wir naiv verteidigt." Mit seinem Doppelpack war Verteidiger Johannes Kinzner im Finish (86., 90.) der umjubelte Held.

Telfs — Zirl: Am Telfer Emat klopfte man sich wohl selbst auf die Schulter, dass man Alexander Schaber im Sommer von Liga-Rivale Wörgl von einem Wechsel überzeugen konnte. Der 25-Jährige war mit seinem Dreierpack maßgeblich am 5:3-Heimsieg gegen Zirl beteiligt und hält bereits bei sieben Saisontoren. „Er macht es natürlich super, profitiert allerdings von seinen Teamkameraden, die es auch sehr gut machen", bevorzugt Telfs-Trainer Stefan Höller ein Pauschal-Lob in Richtung des Aufsteigers, der aus fünf Spielen stattliche zehn Punkte holte: „Wir haben absolut verdient gewonnen." Zirl habe es den heimstarken Hausherren allerdings nicht wirklich schwergemacht, wie Zirl-Coach Martin Hofbauer meinte: „Wir haben als Kollektiv wie eine Schülermannschaft verteidigt."