Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 17.08.2019


Pferdesport

Auch Olympiasieger Mario Matt sattelt seine Araber

Am Kohlerhof finden neben Tiroler Meisterschaften auch Araber-Prüfungen statt.

Slalom-Olympiasieger Mario Matt führt seine Pferde nicht nur vor, er reitet sie auch. Am Wochenende beim Westerreitturnier in Volders.

© ZangerlSlalom-Olympiasieger Mario Matt führt seine Pferde nicht nur vor, er reitet sie auch. Am Wochenende beim Westerreitturnier in Volders.



Von Susann Frank

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Volders – Den Wunsch einer solchen Berühmtheit konnte die Familie Lechner nicht ausschlagen. Als Slalom-Olympiasieger Mario Matt die Betreiber des Westernreitgestüts Kohlerhof bat, ihr Turnier speziell auch für Araberpferde auszuschreiben, nahmen sie sich der Bitte an und kamen ihr nach. So, dass sie den 40-Jährigen am Wochenende (jeweils ab 9 Uhr) in Volders mit fünf seiner Pferde begrüßen dürfen. „Es ist cool, dass er kommt. Er war früher beim Skifahren mein Vorbild“, verriet Kohlerhof-Chefin Claudia Lechner. Nach zwei Kreuzband­rissen stellte sie vor zweieinhalb Jahren jedoch das Skifahren ein und konzentriert sich seither nur auf den Pferdesport. So wie der ehemalige dreifache Weltmeister Matt. Seit seinem Karriere-Rücktritt 2015 liegt sein Wohl auch auf dem Rücken der Pferde. „Und Mario hat sich für den Westernreitstil entschieden, was uns sehr freut“, betonte Lechner. Matt selbst wolle auf zwei Pferden selbst starten, die anderen reite sein Trainer.

Tiroler Meistertitel kann sich der ehemalige 15-fache Weltcupsieger jedoch keine sichern. Der Flirscher tritt bei keiner der fünf Meisterschaftsprüfungen an. Die Favoriten in den Disziplinen Reining, Pleasure, Trail, Allround und Ranch Riding heißen fast alle Lechner: von Claudias Ehemann Josef über dessen Bruder Stefan und natürlich dem Seniorchef Franz. Die amtierende dreifache Meisterin Sabrina Schiestl scheint ihre Titel nicht verteidigen zu können. Ihre Stute hat gefohlt und sie muss ein anderes Pferd satteln.

„Besonders gespannt sind wir auf das Ranch Riding, wo erstmals ein Tiroler Meistertitel vergeben wird“, erklärte Lechner. Die Disziplin, bei der die Reihenfolge der Lektionen (Pattern) vorgegeben sind, erlebt im Herkunftsland Amerika laut Lechner einen Hype – geritten wird vermehrt auf einem Quarter Horse. Lechner scherzend: „Die reitet Mario Matt ja leider nicht. Wenn er Quarters reiten würde, wäre es natürlich noch besser.“