Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 25.08.2019


Tiroler Liga

St. Johann darf jubeln: „Spitzenreiter, hey, hey!“

St. Johann ist in der Hypo Tirol Liga das Team der Stunde: Mit einem 5:0 gegen die Union feierten die Leukentaler den vierten Sieg im vierten Spiel.

Die Union (links Markus Neufang, rechts Nemanja Markovic, jeweils in Schwarz-Gelb) warf gegen St. Johann alles in die Waagschale, musste sich 
 dem neuen Spitzenreiter (links Dreifachtorschütze Patrick Huter, rechts Andi Lovrec) aber geschlagen geben.

© OsterauerDie Union (links Markus Neufang, rechts Nemanja Markovic, jeweils in Schwarz-Gelb) warf gegen St. Johann alles in die Waagschale, musste sich dem neuen Spitzenreiter (links Dreifachtorschütze Patrick Huter, rechts Andi Lovrec) aber geschlagen geben.



Von Alois Moser

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St. Johann — Im Fußball, so wird vielerorts geklagt, sterben die Typen aus. In St. Johann haben sie einen solchen zum Glück auf der Trainerbank: Thomas Handle ist nicht nur ein Perfektionist, was die Trainingsarbeit angeht, sondern auch ein Lautsprecher auf dem und abseits des Platzes. Nach dem 5:0-Heimsieg gegen die Union betätigte sich der Noch-Fünfziger (Handle wird am Sonntag 51) als Einpeitscher in der Kabine. „Spitzenreiter, hey, hey!": Bei den St. Johannern macht der Blick auf die Tabelle der Hypo Tirol Liga derzeit besonders viel Spaß.

„Das ist richtig geil." Mit dieser emotionalen Analyse meint Handle aber nicht nur Platz eins, sondern auch die Art und Weise, wie seine Mannschaft derzeit agiert.

„Dass wir schnell umschalten können, haben wir letztes Jahr schon gezeigt. Heuer haben wir uns aber auch spielerisch stark verbessert", freute sich der Trainerfuchs über „wirklich schön herausgespielte Tore". Dabei wollte er auch auf den Gegner nichts kommen lassen: „Die Union hat gute Fußballer, die werden definitiv noch ihre Punkte machen."

Vorerst betätigen sich aber vor allem die St. Johanner, die als einziges Team in der Liga ohne Punktverlust sind, als Punktehamster. 14 Tore nach vier Runden ist aller Ehren wert, Geburtstagskind Handle freut sich aber noch mehr über die starke Defensive: „Wir haben erst ein Tor bekommen, und das war ein Eigentor."

Das Gegenstück zur St. Johanner Erfolgsserie ist der Antilauf beim Gegner. „Momentan ist es für uns gegen jeden Gegner schwierig", konstatierte Trainer Georg Saringer: „Aber das Ergebnis schaut schlechter aus, als die Leistung war." Zur Lösung der anhaltenden blauen Misere gebe es sowieso nur ein Rezept: „Wir müssen einfach konzentriert weiterarbeiten."




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