Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 26.08.2019


Beachvolleyball

Ermacora scheiterte: Nicht die richtige Tagesverfassung

Bei den Beachvolleyball-Staatsmeisterschaften scheiterte Ermacora am großen Coup.

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© pro beach battle gert nepel



Von Susann Frank

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Litzlberg — Martin Ermacora pfefferte mit voller Wucht seine Kappe in die Ecke des Center Courts. Der Tiroler Beach­volleyballer war am Sonntag sichtlich darüber verärgert, bei den Österreichischen Meisterschaften in Litzlberg (OÖ) die Chance vergeben zu haben, erneut auf sich aufmerksam zu machen.
Nach dem Überraschungscoup mit dem Bronzemedaillengewinn bei der Europameisterschaft vor zwei Wochen in Moskau (RUS) war der erste Staatsmeistertitel zum Greifen nah. Ins Finale war der 25-Jährige mit Partner Moritz Pristauz ohne Niederlage eingezogen. Doch das Endspiel verloren Österreichs Zukunftshoffnungen gegen Philipp Waller und Robin Seidl klar mit 0:2 (-15; -17). Dabei hatten Ermacora
Pristauz in Runde drei noch bewiesen, gegen das Team gewinnen zu können (2:1), welches in der Verliererrunde um Platz fünf mit einem Sieg Clemens Doppler und Alex Horst an der Titelverteidigung hinderte. „Gegen Seidl/Waller zu gewinnen, hängt bei uns von der Tagesform ab. Sie sind unsere Trainingspartner, haben mit Leo denselben Coach und wir tun uns schwer, gegen sie zu spielen", erklärte der Natterer.
Während Ermacora seine Enttäuschung — „natürlich wollten wir gewinnen" — neben dem Platz verdaute, erhielten die frisch gekürten Staatsmeisterinnen Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig die Goldmedaillen um den Hals gehängt. Das Duo hatte im Finale Julia Radl und Katharina Almer mit 2:0 (16; 18) besiegt.
Gleich anschließend erfolgte die Siegerehrung der Herren, bei der die Beachvolleyballwelt des Tirolers schon wieder ins rechte Licht gerückt war. „Das Ziel war eine Medaille bei den Staatsmeisterschaften. Also haben wir Silber gewonnen", resümierte Ermacora. Zudem meinte er, die gute Form von der EM mitgenommen zu haben: „Ich sehe das Ergebnis als Aufschwung. Erst Bronze, jetzt Silber und beim nächsten Turnier Gold", witzelte er.
Das nächste Event ist nämlich kommende Woche das World-Tour-Finale in Rom (ITA), wo die weltbesten Spieler aufschlagen werden, vor denen man höchstens die Kappe ziehen — nicht werfen — kann.



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