Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 01.09.2019


Regionalliga Tirol

2:1! Kufstein brach den Bann

Mit Stefan Schlichenmaier (31) und Lukas Hofmann (21) führten zwei Klub-Urgesteine den FCK zum lang ersehnten ersten Saisonerfolg.

Kufsteins Schlussmann Lukas Tauber (l.) war speziell nach Einwürfen nicht sattelfest. Trotz der Patzer feierte der Torhüter gegen die Reichenau (David Glänzer, r.) mit 2:1 den ersten Saisonsieg.

© Rudy De MoorKufsteins Schlussmann Lukas Tauber (l.) war speziell nach Einwürfen nicht sattelfest. Trotz der Patzer feierte der Torhüter gegen die Reichenau (David Glänzer, r.) mit 2:1 den ersten Saisonsieg.



Von Thomas Mair

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Innsbruck — Die Kufsteiner Freude nach dem ersten Sieg in der Regionalliga Tirol war am Samstag weit über den Reichenauer Fußballplatz hinaus zu hören. Und Trainer ­Ognjen Zaric fiel ein Stein vom Herzen: „Riesen-Kompliment, dass wir den Dreier eingefahren haben. Die Vorzeichen waren nach zwei Minuten nicht die besten." Damit meinte der Neo-Coach den frühen 0:1-Rückstand durch Hannes Wibmer. Nach einem Einwurf gab Schlussmann Lukas Tauber keine gute Figur ab.

Trotz des prall gefüllten Reichenauer Lazaretts (zu den sieben Verletzten gesellte sich gestern Torschütze Wibmer dazu) schien das Werkl rundzulaufen, allerdings nur bis zur Halbzeit. Mit der Einwechslung des „Amateurspielers" Lukas Hofmann und einer Systemumstellung wandte sich das Blatt, zumal die Innsbrucker Defensive kräftig mithalf. Mit einer Vorlage und einem Treffer war der 21-Jährige, der seit seinem sechsten Lebensjahr für den FCK kickt, ein Held des 2:1-Erfolgs.

Der zweite war Routinier Stefan Schlichenmaier, der seit 24 Jahren für die Kufsteiner seine Fußballschuhe zerreißt und zweimal nach Einwürfen für seinen unsicheren Torhüter Tauber rettete. Zuerst kratzte er den Ball von der Linie (81.) und in der letzten Aktion der Partie sicherte er mit einer weiteren Rettungsaktion die drei Punkte. „Gott sei Dank, das war wichtig", meinte Zaric, zumal in der Vorwoche gegen Telfs in der Nachspielzeit zwei Punkte flöten gingen.

„Die jungen Spieler bekommen Selbstvertrauen durch Tore und Punkte", weiß der 30-jährige Trainer und ist sich sicher, dass „wir gemeinsam herauskommen". In den anstehenden Begegnungen gegen die direkte Konkurrenz (Hall, Zirl, Wacker II, Imst) müssen die nächsten Schritte folgen.

Die Reichenau leckte indes bei der alljährlichen Einstandfeier ihre Wunden. Dabei trat auch das Lazarett vollzählig an.