Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.09.2019


Sport in Tirol

Sinkender Zulauf im Nachwuchs-Fußball: Die Breite wird immer schmäler

16.271 Tiroler Nachwuchs-Fußballer waren vergangene Saison im Einsatz. Eine erkleckliche Zahl – und doch werden es Jahr für Jahr weniger Spieler.

Der Tiroler Nachwuchsfußball: wie in vielen Sportarten stagnierender Zulauf, aber hohe Qualität.

© Thomas BöhmDer Tiroler Nachwuchsfußball: wie in vielen Sportarten stagnierender Zulauf, aber hohe Qualität.



Von Florian Madl

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Innsbruck – „Früher gab es Skifahren im Winter und Fußball im Sommer“, stellt Herbert Hallegger, seit Jahren bewährter Mitorganisator des TT-Turniers, fest. Die Erfahrungen des Funktionärs im Tiroler Fußballverband decken sich mit jenen von Rudolf Stadler, dem sportlichen Leiter des Landesausbildungszentrums. Was Stadler allerdings anmerkt: „Von den 1100 Kindern pro Jahrgang wird knapp ein Drittel zu Sichtungen gemeldet. Und die Qualität ist merkbar höher als in den Jahren zuvor.“ So ließe sich die These aufstellen: Die Breite wird zwar schmäler, die Spitze aber noch spitzer.

Eine mögliche Erklärung liefert Stadler nach: „Wir beginnen früher mit der Sondierung, viele Vereine arbeiten mit engagierten Trainern gut zu.“ Auch anhand von Ergebnissen lässt sich das ablesen: Im internationalen Leistungsvergleich könne man mittlerweile besser mithalten als früher.

Auf den stetig sinkenden Zulauf zum Fußball reagieren Vereine mittlerweile mit Kooperationen in Form von Spielgemeinschaften, besonders in den Altersklassen U14 aufwärts ist der Trend unverkennbar. Die umgangssprachlich als „Retardierten-Regel“ gekennzeichnete Reform, wonach spätgeborene Spieler (Juli bis Dezember) eine Altersklasse darunter zum Einsatz kommen dürfen, könnte Abhilfe schaffen. In den Spielklassen U9 bis U12 sind jeweils zwei vor Saisonbeginn zu nominierende Akteure erlaubt, in der U13 bis U15 sind es drei. Eine Vorgabe des Österreichischen Fußball-Bunds, die man in Tirol schon seit Jahren haben wollte.

Vergangene Saison registrierte man in Tirol 16.271 Nachwuchskicker in 785 Mannschaften, die unglaubliche 10.073 Spiele bestritten. Eine Kenngröße. Und Vizepräsident Arno Bucher stellt abseits der sportlichen Komponente zufrieden fest: „Was den Fair-play-Gedanken anbelangt, sind wir auf einem guten Weg.“


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