Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 13.09.2019


Boccia

Zwischenzeugnis bei der Boccia-EM macht Lust auf mehr

Der Kampf um die Medaillen bei der Boccia-EM nimmt mit dem Beginn der K.o.-Phase Fahrt auf. Mittendrin statt nur dabei: Die Tiroler Niki Natale und Beate Reinalter.

Ein gutes (Wurf-)Händchen haben bisher die Tiroler Beate Reinalter und Niki Natale bei der Boccia-Heim-EM bewiesen.

© Thomas BöhmEin gutes (Wurf-)Händchen haben bisher die Tiroler Beate Reinalter und Niki Natale bei der Boccia-Heim-EM bewiesen.



Von Daniel Suckert

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Innsbruck — Ab heute geht es für Österreich bei der Boccia-Europameisterschaft vor der Haustüre um die Wurst. Denn jetzt beginnen die K.-o.-Bewerbe für die beiden Tiroler Niki Natale und Beate Reinalter (ESK Tivoli), die mit den beiden Vorarlbergern Andrea Steininger und Wolfgang Philipp ein Team bilden.

Und bisher überzeugen die heimischen Akteure mit Präzision und Konzentration bei ihren Auftritten auf den Bahnen des ESK Tivoli. Alle fünf Bewerbe (Damen, Herren — Einzel; Herren, Damen — Doppel; Mixed) werden mit rot-weiß-roter Beteiligung über die Bühne gehen. Besonders die Erfolge von Reinalter (Deutschland; 12:6-Sieg) oder Natales überzeugendes 12:0 über den russischen Vertreter (jeweils Einzel) ließen keinen Zweifel aufkommen, dass die heimischen Akteure eine Medaille erobern wollen.

Doch das alles ist wertlos, wenn man bei den heute startenden K.- o.-Bewerben die Leistungen nicht wiederholen kann. Der Druck steigt, aber das Wissen um die Detailarbeit auf den Heim-Bahnen scheint Reinalter und Co. noch mehr zu beflügeln.

Beflügelt sind auch die tatkräftigen Helfer rund um das Turnier. Denn die aufgebauten Tribünen (120 Zuschauer) sind bisher stets voll gewesen: „Es herrscht ein reges Kommen und Gehen — von Alt bis Jung ist alles vertreten", verkündete der Mann für alle Fälle, Peter „Schnooly" Köll. „Es ist alles sehr familiär und freundschaftlich." Nur wenn die großen Boccia-Nationen wie die Schweiz gegen Italien aufeinandertreffen, gehen die Emotionen schon einmal in den hochtourigen Bereich.

Das wird ab heute nicht anders sein, wenn der Weg zu den Medaillen immer schmäler wird. Für den Wahl-Tiroler Niki Natale stellt das Heim-Event ja den Schlusspunkt seiner erfolgreichen Karriere dar. Der 66-Jährige konnte ja vor neun Jahren den viel umjubelten Weltmeistertitel einfahren.




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