Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 20.09.2019


Basketball

Raiders-Basketballer setzen zum nächsten Höhenflug an

Neuer Coach, höhere Liga: Morgen starten die Raiders-Basketballer in ihr Abenteuer.

Die Höhenflüge der Swarco-Raiders-Basketballer (schwarz) gehen wieder los.

© Amir KaufmannDie Höhenflüge der Swarco-Raiders-Basketballer (schwarz) gehen wieder los.



Von Daniel Suckert

Innsbruck – „Wenn vier verletzt sind, muss er eh spielen“, witzelte Stefan Oberhauser bei der gestrigen Auftakt-Pressekonferenz der Swarco Raiders. Mit „er“ meinte der Raiders-Kapitän seinen neuen Coach Felix Jambor, der auf eine erfolgreiche Zeit als Profi zurückblicken kann und heuer den Weg zurück nach Innsbruck gefunden hat.

Heuer hört alles auf Coach Felix Jambor.
Heuer hört alles auf Coach Felix Jambor.
- Hörtnagl

Ein Scherz, der die gute Stimmung im Team widerspiegelt. Etwas, das für den Heimkehrer Jambor („Die Harmonie innerhalb der Mannschaft steht an oberster Stelle“) elementar ist. Generell sind die Innsbrucker nach dem Aufstieg in die zweite österreichische Basketballliga gut drauf, die Euphoriebremse wird trotzdem gedrückt: „Vorerst gilt es, sich einmal zu etablieren. Die Mannschaft wurde nur punktuell verstärkt, um das Aufstiegsteam zu belohnen. Wir werden aber sicher auch noch Lehrgeld zahlen müssen“, wie Ex-Profi Jambor weiß. Im Favoritenkreis für die Play-offs sieht der diplomierte Coach gleich sechs, sieben Mannschaften.

Mit dem Gastspiel in Eisenstadt (18.30 Uhr) wartet der Aufsteiger des Jahres 2018, der im Vorjahr nur knapp am Play-off-Einzug scheiterte. „Heuer sind sie ein klarer Kandidat für die Top vier. Vor dem ersten Match herrscht immer ein wenig Ausnahmezustand“, gibt der Headcoach Einblicke in seinen Erfahrungsschatz. Druck verspürt Trainer Jambor keinen: „Wir sind der Aufsteiger und man muss einmal abwarten, wohin die Reise geht.“

Die Heimpremiere folgt am nächsten Wochenende. Allerdings nicht mehr in der Leitgebhalle, sondern im Landessportcenter. Stolz erklärte Kapitän Oberhauser: „Bei zwei unserer Trainings haben wir nicht ein Drittel, sondern die ganze Halle. Sie werden nicht glauben, was das für einen Unterschied ausmacht.“ Den Tiroler Korbjägern bleibt also ein ähnliches Schicksal wie den Footballern der Raiders, die seit Jahrzehnten auf verkleinerten Feldern trainieren müssen, erspart.