Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 23.09.2019


Unterhaus

Kartenfestival im Spitzenduell

Die Spiele zwischen Schönwies/Mils und Absam sind schon seit Jahren hart umkämpft. Auch Simon Laimgruber (r.) sah am Samstag Rot.

© FOTOFREIEDie Spiele zwischen Schönwies/Mils und Absam sind schon seit Jahren hart umkämpft. Auch Simon Laimgruber (r.) sah am Samstag Rot.



Mils – Fünf Rote Karten und einen Ausgleichstreffer in der 96. Minute hatte das Topspiel der Runde in der Landesliga West zu bieten. Im Duell zwischen Schönwies/Mils und Absam (2:2) kam es beim Stand von 2:1 für die Oberländer kurz vor der Pause zur ersten hektischen Szene:

Nach einem Schönwieser Foul vor der Betreuerbank der „Zebras“ kam es zu einer Rudelbildung, in der der Absamer Masseur und ein Ersatzspieler mitmischten. Diese schickte der Unparteiische umgehend per Roter Karte in die Kabine. Laut Schönwies/Mils-Trainer Josef Deutschmann zu Recht: „Sie haben sich von ihren Emotionen leiten lassen, sind ins Feld gelaufen und haben meinen Spieler angerempelt.“

Nach zwei weiteren Platzverweisen im Laufe der zweiten Halbzeit gegen seine Mannschaft platzte dann Gäste-Trainer Ahmet Duran der Kragen. Und zwar so lautstark, dass auch er in der 88. Minute den roten Karton sah.

Zu den Geschehnissen wollte sich der Übungsleiter nicht äußern. Den späten Ausgleichstreffer in Unterzahl nahm der Übungsleiter aber mit einer Prise Genugtuung zur Kenntnis: „Es hat sich angefühlt wie ein Sieg.“ Langeweile wird am Mittwoch im Strafsenat des Tiroler Fußballverbandes jedenfalls keine einkehren. (ludw)




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