Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 26.09.2019


Tischtennis

Bundesliga-Reform macht Innsbruck zur Nummer eins

Jahrelang kämpfte Innsbruck gegen den Abstieg, nun ist das Tischtennis-Team als Cup-Sieger Erster — aber im neuen unteren Play-off. Bei den Damen greifen Kirchbichl und Kufstein an.

Der Tiroler Stefan Leitgeb war beim Bundesliga-Opening mit sechs Siegen der beste Spieler.

© PloheDer Tiroler Stefan Leitgeb war beim Bundesliga-Opening mit sechs Siegen der beste Spieler.



Von Roman Stelzl

Innsbruck — Wie ein Freudenschrei hallte die Meldung von Hüseyin Karaagac durch die Tischtennis-Halle. „Das ist ein historischer Erfolg für uns. So etwas hat es noch nie gegeben — für uns ist das eine Riesensache", sagte der Sektionsleiter der Turnerschaft Innsbruck nach dem Sieg beim Bundesliga Opening, der zugleich den Cuptitel bringt. Noch nie war der TI ein solcher Bundesliga-Erfolg wie der am Wochenende in Baden gelungen.

Nur leider hatte das einen kleinen Schönheitsfehler. Denn eingefahren wurde der Sieg nicht in der höchsten, sondern quasi in der „zweithöchsten" Klasse. Nach der Bundesliga-Reform wurde der Betrieb von neun auf 16 Teams aufgestockt — acht Mannschaften spielen im oberen Play-off, acht im unteren. Salopp gesagt kommt das einer Aufteilung in erste und zweite Bundesliga gleich. Insofern ist der „Cup-Sieger" (Gewinner des Openings) eigentlich Stockerau — die TI gewann den Cup des unteren Play-offs.

Dabei schrammten die Innsbrucker als Vorjahres-Achter und mit dem Aufstieg von Salzburg haarscharf am oberen Play-off vorbei. Doch bereits nach dieser Saison soll sich das ändern — die besten zwei Mannschaften spielen gegen die zwei schlechtestes Teams des oberen Play-off um den Aufstieg.

Die TI wird dieses Ziel am Sonntag (15 Uhr, VS Reichenau) mit dem Heimspiel gegen den großen Rivalen Baden eröffnen. Nicht mehr dabei ist Ali Alkhadrawi. „Er hatte zu viele gute Angebote, wir haben ihn daher ziehen lassen", erklärt Karaagac. Dafür rückte Adrian Dillon nach.

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Kirchbichl und Kufstein greifen an

Einen Tag vor dem TI-Auftaktspiel beginnt die Bundesliga-Saison bei den Damen für den TTC Raiba Kirchbichl. Die Unterländer sind bei Favorit Linz-Froschberg im oberen Play-off zu Gast und treffen dort auf die Einser- und Zweier-Mannschaft. „Wir rechnen damit, dass wir nach den ersten acht Spielen wieder ins untere Play-off müssen", sagt Obmann Siegfried Vorauer. Bei den Damen gibt es nach den Hinspielen zwei Auf- und Absteiger.

Den Platz soll die SU Kufstein einnehmen. „Unser Ziel ist ganz klar das obere Play-off", erklärte Obmann Hermann Moser. Der Einstand gelang mit dem Opening-Sieg im unteren Play-off (12 Teams). Das erste Spiel steigt für Kufstein am 12. Oktober.

Der TTC Kirchbichl startet ins obere Bundesliga-Play-off.
Der TTC Kirchbichl startet ins obere Bundesliga-Play-off.
- TTC Kirchbichl
Die SU Kufstein plant den raschen Aufstieg ins obere Play-off.
Die SU Kufstein plant den raschen Aufstieg ins obere Play-off.
- SU Kufstein