Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 03.10.2019


Eishockey

Echtler: „Hier in Kitzbühel hat sich alles weiterentwickelt“

Nach zwei Jahren in Rosenheim kehrte Christoph Echtler vor der Saison zum EC Kitzbühel zurück. Heute (19.30 Uhr) empfangen die Adler Bregenzerwald.

Tischler Christoph Echtler ist zurück beim EC Kitzbühel.

© gepaTischler Christoph Echtler ist zurück beim EC Kitzbühel.



Von Tobias Waidhofer

Kitzbühel – Das Lob für einen ordentlichen Saisonstart in die Sky Alps Hockey League mit zwei Siegen (2:1 gegen Gröden, 6:0 in Linz) und einer Niederlage (5:7 in Fassa) nimmt Christoph Echtler nur zähneknirschend entgegen. „Eigentlich hätten es drei Siege sein müssen“, ärgerte sich der 29-Jährige auch gestern noch über die 5:7-Schlappe in Fassa vom vergangenen Samstag. „Wir haben dort dumme Tore hergegeben.“

Eine Analyse, die auch sein Trainer Charles Franzén so unterschreiben würde. „Wir haben zu Beginn des Spiels überhaupt nicht ins Spiel gefunden und einfach zu viele Tore bekommen. Wenn man auswärts fünf Tore schießt, darf man nicht sieben bekommen“, weiß der Schwede.

In den kommenden Tagen können Echtler und Co. diese Scharte aber bereits auswetzen: Heute (19.30 Uhr) kommt der punktelose Vorletzte Bregenzerwald in den Sportpark, am Samstag (19.30 Uhr) wartet dann das Heimspiel gegen Asiago. „Bei Bregenzerwald läuft es noch nicht so, wir sind dagegen gut drauf“, hofft auch Offensivmann Echtler heute auf den zweiten Heimsieg.

Nach zwei Saisonen in der dritten deutschen Liga bei den Starbulls Rosenheim kehrte der gebürtige Garmischer vor dieser Eiszeit wieder heim – bereits von 2014 bis 2017 hatte Echtler die Gamsstädter als Kapitän angeführt.

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Seitdem ist natürlich viel Wasser den Inn hinuntergeflossen. „Hier in Kitzbühel hat sich alles weiterentwickelt. Mit Hochfilzer, Lenes und Feix sind nur noch drei Spieler im Aufgebot, mit denen ich auch damals zusammengespielt habe.“ Präsident Volker Zeh, der ja bekanntlich von einem Aufstieg in die Erste Bank Eishockey Liga träumt, wird von Echtler als „engagiert und bemüht“ beschrieben. „Der Volke­r weiß genau, was er will.“ Das tut auch Echtler, der mit dem HC Innsbruck 2012 den Nationalliga-Titel gewann, zwei Spielzeiten in der EBEL absolviert hat und in der Landeshauptstadt als Tischler werkt. Was passieren müsse, damit er nach der Saison zufrieden ist? „Ganz glücklich bin ich nur, wenn ich den Pott in die Höhe stemme“, grinst der Offensivmann. Intern habe man ein Saisonziel besprochen, das wolle man aber vorerst noch nicht offiziell kommunizieren. Eines lässt sich Echtler aber dann doch noch entlocken: „Das erste Ziel sind sicher die Top 6.“

Dafür sieht er den aktuellen Tabellen-Achten auch gewappnet: „Wir sind ein gutes Kollektiv.“ Und zwar eines, das sich auf seinen Rückhalt verlassen kann: Der Schwede Stefan Ridderwall hielt im bisherigen Saisonverlauf 90,1 Prozent der Schüsse auf sein Tor – ein starker Wert. Außerdem gehören Adam Havlik und Johan Schreiber (jeweils zwei Tore und fünf Assists) aktuell zu den besten zehn Scorern der Liga. Das soll heute auch der EC Bregenzerwald zu spüren bekommen.