Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 04.10.2019


Handball

Handball Tirol will „dahoam“ in Schwaz den Meister ärgern

Bei der Rückkehr in die Osthalle türmt sich heute (19 Uhr) Double-Gewinner Krems vor Sparkasse Schwaz Handball Tirol auf.

Bereit vorauszumarschieren: Schwaz-Kapitän Alexander Wanitschek holt gegen Krems wieder zum (großen) Wurf aus.

© gepaBereit vorauszumarschieren: Schwaz-Kapitän Alexander Wanitschek holt gegen Krems wieder zum (großen) Wurf aus.



Von Alex Gruber

Schwaz – Vier Liga-Niederlagen in Serie auf Seiten der Tiroler Hausherren und fünf Siege in Serie auf Seiten der Gäste aus Niederösterreich beantworten die Frage nach dem Favoriten rasch. Zumindest der Papierform nach, die die Schwazer heute (19 Uhr) in der renovierten Heimhalle außer Kraft setzen wollen. Dazu ist Unterstützung von den Rängen erbeten: „Wenn uns das Publikum anfeuert und mitgeht, fällt es uns natürlich leichter“, nickt Kapitän Alexander Wanitschek.

Dass Krems, um den derzeitigen Liga-Topscorer Jakob Jochmann (44 Treffer in sechs Spielen) oder den Ex-Tirol-Recken Thomas Kandolf, auf allen Positionen viel Qualität im Kader hat, untermauert Tabellenplatz zwei wie der Double-Gewinn in der Vorsaison. Die Knappenstädter müssen indes weiter auf Balthasar Huber verzichten, der Einsatz von Sebastian Feichtinger ist mit Adduktorenproblemen sehr fraglich.

Die Last wird sich wieder auf den Schultern von Wanitschek (19 Tore), Sebastian Spendier (23), Armin Hochleitner (22) oder dem zurückgekehrten Routinier Richard Wöss (25) verteilen. Einen Legionär als Rückraum-Shooter wie zuletzt Anton Prakapenia führt der Kader von Sparkasse Schwaz Handball Tirol in der obersten Liga nicht. „Es ist der Weg, den wir eingeschlagen haben“, hadert Wanitschek keine Sekunde: „Wir sind eine junge Mannschaft und werden uns im Lauf der Saison sicher stabilisieren“, setzt das 29-jährige Eigengewächs auch auf den Faktor Zeit. Am heutigen Abend, das weiß auch Wanitschek, wird es einen Sahnetag brauchen, um anzuschreiben. Und dabei kommt auch wieder der Publikums-Joker ins Spiel. Vielleicht schwappt die positive Stimmung von den Rängen auf den neuen Parkettboden über. Es wäre schön, wenn die Osthalle bebt.