Letztes Update am Fr, 04.10.2019 21:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Handball

Am neuen Parkett tanzte Schwaz den Meister aus

Sparkasse Schwaz Handball Tirol feierte die Rückkehr in die Osthalle beim ersten echten Saisonheimspiel mit einem emotionalen 27:26 über Krems.

Tankte sich am Weg zum Heimsieg gegen Krems öfters durch – Sebastian Spendier (M.).

© Amir BeganovicTankte sich am Weg zum Heimsieg gegen Krems öfters durch – Sebastian Spendier (M.).



Von Alex Gruber

Schwaz – Den neuen Anstrich in der Osthalle bekam man am Freitag auch am Örtchen zu riechen. Für die Gastgeber ging es darum, gegen den Double-Gewinner aus Krems trotz vier Niederlagen in Serie nicht mit dem berühmten Strich in der Hose zu starten. Und das taten die Knappenstädter ohne den verletzten Rückraum-Strategen Sebastian Feichtinger auch nicht. Vor allem Routinier Richard Wöss „tanzte“ auf dem neuen Parkettboden in Durchgang eins zu fünf Treffern und versenkte drei Siebenmeter eiskalt. Die Niederösterreicher hatten aber stets eine Antwort parat. Und so bewegte man sich bis Minute 18 auf Augenhöhe (7:7), ehe die favorisierten Gäste einen Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeit nehmen konnten. Die Schwazer Deckung offenbarte da Lücken.

Finaler Jubel zweier Joker – Petar Medic fiel Dario Lochner um den Hals.
Finaler Jubel zweier Joker – Petar Medic fiel Dario Lochner um den Hals.
- Amir Beganovic

Nach einer Zeitstrafe gegen Wöss ging es in Unterzahl zu Beginn der zweiten Halbzeit weiter und ein Drei-Tore-Rückstand tat sich auf, bei Krems demonstrierte der derzeitige Liga-Topscorer Jakob Jochmann ein ums andere Mal seine Wucht. Mit dem Publikum im Rücken kämpften sich Kapitän Alexander Wanitschek und Co. aber auf 15:15 zurück, der Lärmpegel in der Osthalle stieg. Und Schwaz-Goalie Jost Perovsek untermauerte bei einem Gesichtstreffer, welch harter Knochen er ist. Mit einem Tempo-Gegenstoß und Tor von Armin Hochleitner gingen die Knappenstädter mit 18:17 (41.) erstmals wieder in Führung. Es ging bis Minute 51 (23:23) hin und her – bitter, dass Sebastian Spendier (Knie) bei den Hausherren kurzzeitig nicht mehr helfen konnte, dafür sprang im Finish Petar Medic mit zwei Treffern in die Bresche. Schwaz warf alles rein, der „wieder genesene“ Spendier und Hochleitner nagelten die Kugel zum 27:26-Sieg in die Maschen.

„Wir sind in den schwierigen Situationen ruhig geblieben. Natürlich hat uns das Publikum geholfen“, notierte Wanitschek. Die neue Halle hat also quasi Tore geschossen? „Die Stimmung war natürlich sehr wichtig – und auch dieser Sieg für das Umfeld, das so viel investiert hat“, grinste Schwaz-Coach Frank Bergemann: „Es kamen auch wichtige Impulse von der Bank.“ Nach vier Niederlagen in Serie tat dieser Sieg äußerst gut.




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