Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 06.10.2019


Laufsport

Kaisermarathon bei Starkregen und Wind: Veranstalter zog Notbremse

Die 14. Tour de Tirol trotzte bislang dem Schlechtwetter. Folgt am Sonntag ein sonniges Finale?

Verschärfte äußere Bedingungen am Samstag beim Kaisermarathon.

© tour de tirolVerschärfte äußere Bedingungen am Samstag beim Kaisermarathon.



Söll — Hart, härter, Kaisermarathon. Als wären die mit 2345 Höhenmetern gespickten 42,198 Kilometer mit Start in Söll und Ziel auf der Hohen Salve nicht schon fordernd genug, verschärften Starkregen, Wind und Kälte die zweite Etappe der Tour de Tirol. Losgelöst davon machten sich die Athleten aus über 30 Nationen pünktlich um 9.30 Uhr auf den beschwerlichen Weg, ehe Organisator Martin Kaindl bei Kilometer 29 die Notbremse zog und den Anstieg auf die Hohe Salve strich.

„Die Gesundheit unserer Athleten geht vor, deshalb war beim Hexenwasser für alle Teilnehmer Schluss." Bis dahin waren die beiden Ungarn Gabor Josza (2:46:29,4) und Levente Tugyi (2:56:11,7 Stunden) die Schnellsten. Bei den Damen war die Äthiopierin Sintayehu Kibebo in 3:12:31,7 eine Klasse für sich. Josza und Kibebo hatten bereits tags zuvor den „Söller Zehner" für sich entschieden — ebenfalls bei regnerischen Verhältnissen.

Zumindest für den Abschlusstag der Ausdauer-Trilogie und den entscheidenden „Pölven-Trail" über 23 Kilometer könnte es trocken bleiben. Das gilt freilich auch für den Kinderlauf, für den sich mehr als 400 Kinder gemeldet haben. Ein bisschen Sonnenschein hätten sich die Veranstalter bei ihrer nunmehr 14. Tour de Tirol wahrlich verdient, ganz zu schweigen von den Teilnehmern. (m.i.)

Am Vortag gab beim Söller Zehner das Trio Hofer (l.), Josza (M.) und Tugyi das Tempo vor.
Am Vortag gab beim Söller Zehner das Trio Hofer (l.), Josza (M.) und Tugyi das Tempo vor.
- tour de tirol