Letztes Update am So, 13.10.2019 07:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sport in Tirol

HCI, Raiders oder Alpenvolleys? Die Qual der Wahl am Super-Sonntag

In der Olympiaworld geht es heute richtig rund: Binnen einer Stunde laden die Alpenvolleys (17 Uhr, Olympiahalle), der HCI (17.30 Uhr, Tiwag-Arena) und die Raiders-Basketballer (18 Uhr, Landessportcenter) zu teils hochkarätigen Heimspielen.

Volleyball, Basketball, Eishockey: Die Sportfans kommen in der Olympiaworld heute voll auf ihre Kosten.

© gepa, KristenVolleyball, Basketball, Eishockey: Die Sportfans kommen in der Olympiaworld heute voll auf ihre Kosten.



Von Alex Gruber und Tobias Waidhofer

Haie haben im Derby Lust auf mehr

In der Tiwag-Arena brennt heute sicher der Baum, wenn die Haie in der Erste Bank Eishockeyliga Salzburg zum Westderby laden. Nach drei Siegen in Serie und dem 6:5-Penaltysieg bei Champions-League-Starter Graz nach einer neuerlich famosen Aufholjagd (1:4-Rückstand) haben die Haie Blut geleckt.

Seine kadermäßig kleine Charaktertruppe hatte Headcoach Rob Pallin nach dem Coup in Graz ja als „Comeback-Kids“ geadelt. Auf die auch offensiv in der Steiermark glänzenden Verteidiger Mike Boivin (vier Assists) und Sacha Guimond (drei Scorerpunkte) wartet heute Schwerstarbeit vor dem eigenen Kasten. Nach bereits sechs Verlängerungen in acht Spielen und zwei Erfolgen im Penaltyschießen dank Topschützen wie Joel Broda und Jesper Thörnberg stehen die Haie schon wieder für Spektakel. Mit der Frage, wie lange (heute) die Luft reicht.

Dass die Haie sich frei nach Fußball-Trainer Jürgen Klopp immer wieder als „Mentalitätsmonster“ betätigen, ist auch in Salzburg angekommen. „Das ist eine Mannschaft, die jede Chance nutzt“, weiß Salzburgs Spitzengoalie J.P. Lamoureux. Die Bullen, die mit einem neuen Startrekord (19 Punkte aus acht Spielen) über den Walserberg fahren, steigen heute auch mit Tiroler Färbung auf das Eis. Akteure wie Daniel Jakubitzka, Mario Huber, Nico Feldner oder Samuel Witting (zuletzt gegen Villach ohne Eiszeit) brennen auf die Rückkehr in die Tiwag-Arena. „Es wird sicher kein leichtes Spiel, aber ich freue mich schon sehr darauf, vor Freunden und Familie zu spielen“, meinte Feldner stellvertretend für die Tiroler Abordnung.

Vergangenes Jahr waren die Bullen gegen Innsbruck äußerst unerfolgreich – in vier Spielen setzte es ebenso viele Niederlagen. Trotzdem schreitet der unangefochtene Tabellenführer (natürlich) als Favorit aufs Eis. „Salzburg ist derzeit sicher das Maß aller Dinge in der Liga. Wir haben aber gesehen, dass wir auch mit den Topteams mithalten können“, meinte Headcoach Rob Pallin, der nach dem Graz-Match den verbalen Hut vor seiner Truppe zog: „Wir geben nie auf und erzwingen das Glück.“

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Einen Dreikampf gewinnen die Haie heute fast sicher – am Super-Sonntag werden die meisten Zuschauer in der Tiwag-Arena sitzen.

Alpenvolleys brennen auf den Saisonstart

Es ist alles angerichtet für den Saisonauftakt der Hypo Tirol Alpenvolleys. Heute (17 Uhr/Olympiahalle) erfolgt gegen Rottenburg der Startschuss für die dritte Saison in der deutschen Volleyball-Bundesliga. Die Alpenvolleys haben sich mit sieben Neuzugängen verstärkt, können aber zum Auftakt nicht auf ihren gesamten Kader zurückgreifen. Jordan Richards und Max Staples spielen gemeinsam mit Rottenburg-Mittelblocker James Weir für die australische Nationalmannschaft beim FIVB World Cup in Japan.

„Wir sind bereit, zu gewinnen! Alle haben gute Laune und können es kaum erwarten, bis es wieder losgeht“, erklärte Daniel Koncal, der neue Kapitän der Hypo Tirol Alpenvolleys. „Wir haben uns für diese Saison viel vorgenommen, und das wollen wir unseren Fans beweisen!“, sagte der zweifache Familienvater und will seine Routine ausspielen. Ein Heimsieg sollte gegen das letztjährige Liga-Schlusslicht Rottenburg, das nur aufgrund eines Antrages in der Liga bleiben durfte, gelingen. Die bisherigen vier Duelle konnte die Mannschaft von Coach Stefan Chrtiansky jeweils gewinnen.

Raiders wollen Topscorer an die Kette nehmen

Stefan Oberhauser weiß, was auf ihn zukommt: „Ihn müssen wir kontrollieren.“ Wen der Kapitän der Raiders-Basketballer meint? Natürlich Liga-Topscorer Fabricio Vay, der heute (18 Uhr, Einlass 17 Uhr, Landessportcenter) mit den Basket Flames in Innsbruck gastiert. Im zweiten Heimspiel geht es in der zweiten Bundesliga gegen ein bislang ungeschlagenes Team. „Sie sind eines der Top-Teams“, zeigt auch Headcoach Felix Jambor viel Respekt. Das soll die Raiders aber nicht daran hindern, zu überraschen.