Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 14.10.2019


Regionalliga Tirol

Wenn die Großen patzen, freuen sich die Verfolger

In der Regionalliga Tirol rückt das Feld nach den Niederlagen des Führungs-Quartetts wieder deutlich enger zusammen.

Der Schwazer Thomas Schwarz (rot) ließ sich am Freitagabend von Daniel Wurnig (Kufstein) überraschen. Es war die erste Niederlage des SC Schwaz seit dem ersten Spieltag.

© Hans OsterauerDer Schwazer Thomas Schwarz (rot) ließ sich am Freitagabend von Daniel Wurnig (Kufstein) überraschen. Es war die erste Niederlage des SC Schwaz seit dem ersten Spieltag.



Von Tobias Waidhofer und Thomas Mair

Innsbruck – Die Regionalliga Tirol präsentierte sich am Wochenende von ihrer verrückten Seite. Warum? Weil die Top vier der Liga allesamt patzten:

Den Anfang machte am Freitag der SC Schwaz, der in Kufstein erstmals seit dem ersten Spieltag (!) wieder als Verlierer vom Rasen trottete. „Kufstein hat verdient gewonnen“, meinte der Schwazer Coach Bernhard Lampl relativ nüchtern. Man habe gegen einen tief stehenden Gegner „keine Lösungen“ gefunden. Ungewöhnlich für die Schwazer, die gemeinsam mit der Reichenau die meisten Treffer der Liga (35) erzielt haben.

Apropos Reichenau. Weil die Innsbrucker den SV Telfs mit 2:1 besiegten, verpassten es die Oberländer, näher an die Schwazer heranzurücken. „Wir sind ein bisschen kopfmüde“, analysierte der Telfer Coach Stefan Höller. Dass mit Michael Augustin genau ein Akteur des Tabellen-Dritten Westliga-Erfahrung aufweist, komme erschwerend hinzu: „Die Reichenau war spritziger. Wir waren nicht in der Lage, das Spiel umzudrehen.“ Und so durfte sich Gernot Glänzer über den bereits fünften Heimsieg der Saison freuen. Gut, dass die Innsbrucker ihren Kunstrasen haben. Denn fern der Heimat (Platz zehn in der Auswärtstabelle) herrscht am Punktekonto noch gähnende Leere. Den nächsten Versuch gibt es am kommenden Sonntag (11 Uhr) beim Derby gegen FC Wacker II. Ein Stadtderby, das übrigens nicht auf Innsbrucker Boden, sondern in Rum ausgetragen wird. Quo vadis, Sportstadt Innsbruck ...?

Gepatzt haben dieses Wochenende auch der Tabellen-Zweite aus Wörgl (1:2 in Hall) und der Vierte aus Imst (1:2 gegen den FC Wacker II). „In der ersten halben Stunde hat alles gefehlt“, hielt Imst-Coach Sladi Pejic mit seinem Ärger nicht hinter dem Berg. Ob man den lange sieglosen Gegner unterschätzt habe? „Ich habe 163-mal darauf hingewiesen. Eine Klasse-Mannschaft gewinnt dieses Spiel staubtrocken.“ Erschwerend kam dazu, dass für Regisseur Dominique Nussbaum der Herbst mit einer Muskelverletzung beendet scheint.

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In der Zehner-Liga sind auf jeden Fall alle Kontrahenten wieder enger zusammengerückt. Und die Punktteilung kommt ja erst.