Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 21.10.2019


Regionalliga Tirol

Anonyme Trainer-Empfehlungen für Zirl: Kein Anschluss unter dieser Nummer

Auch nach vier hohen Niederlagen in Serie gibt es in Zirl keine Trainerdiskussion — trotz externer Vorschläge. Das sich was ändern muss, ist den Verantwortlichen allerdings klar.

Martin Hofbauer kann trotz sportlicher Misere weiterhin auf den Rückhalt seines Obmanns bauen.

© BöhmMartin Hofbauer kann trotz sportlicher Misere weiterhin auf den Rückhalt seines Obmanns bauen.



Von Alois Moser

Zirl – Die Fakten liegen auf dem Tisch: Zirl verlor nicht nur die letzten vier Partien in der Regionalliga Tirol, sondern musste dabei jeweils herbe Klatschen (1:4, 1:5, 0:6, 1:6) einstecken und kassierte satte 21 Gegentore. In der Tabelle ist man ebenfalls weit zurückgefallen, die sportlichen Ziele sind außer Reichweite geraten. Allerhöchste Zeit für eine Trainerdiskussion? Nicht so bei den Zirlern.

„Keine Sekunde“ denkt Obmann Martin Plattner nach eigenem Bekunden an einen Wechsel auf der Trainerbank: „Wir sind da miteinander hingeraten und werden auch wieder gemeinsam herauskommen.“ Zumindest gemeinsam mit Trainer Martin Hofbauer – im Kader wird es im Winter wohl ein paar Veränderungen brauchen und auch geben: „Wir werden sehen, was passiert.“

„Die Mannschaft kämpft und gibt alles, aber wir greifen in den entscheidenden Situationen zu den falschen Mitteln“, sieht unterdessen „Hofi“ die Mannschaft weiterhin intakt: „Sie tun mir eh leid. Aber es ist frustrierend, dass man von außen zuschauen muss, wie alles wie ein Kartenhäusl zusammenbricht.“

Nicht nur Hofbauer wähnt sich offenbar „im falschen Film“ – so bekam Obmann Plattner zuletzt als Wink mit dem Zaunpfahl Nummern von beschäftigungslosen Trainern zugeschickt. „Hofi“ ärgert’s: „Da frage ich mich schon, was das soll?“ Bei Obmann Plattner heißt es bei derartigen Ansinnen aber ohnehin: kein Anschluss unter dieser Nummer ...