Letztes Update am Mo, 21.10.2019 10:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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Silzer Gladiatoren nach 2:0 gegen Zams Nummer eins im Oberland

Mit einem 2:0-Heimsieg gegen Zams untermauerte Silz/Mötz seinen Liga-Anspruch. Härteeinlagen und zwei Platzverweise trübten das „Derby“.

Daniel Strickner traf früh zum 1:0 für Silz/Mötz und flog nach der Pause mit Gelb-Rot wegen Kritik vom Platz.

© Michael KristenDaniel Strickner traf früh zum 1:0 für Silz/Mötz und flog nach der Pause mit Gelb-Rot wegen Kritik vom Platz.



Von Thomas Mair

Silz – „Heute ist Derby?“, wunderten sich die Zammer Kicker und Verantwortlichen, als sie gestern vom Schiedsrichter und mehreren anderen Personen vor ihrem Gastspiel bei der SPG Silz/Mötz in der Hypo Tirol Liga darauf angesprochen wurden. Tatsächlich titelte das vierseitige Spieltags-Blatt: „Oberland-Derby“. Die Hochstilisierung zum Lokalduell hatte vielmehr damit zu tun, dass es um die ligainterne Vorherrschaft im Oberland ging. Für die Zammer gelten allerdings nur die Begegnungen gegen den Erzrivalen Landeck und vielleicht noch Imst als Derby.

Derby-Charakter hatte die hart geführte Partie in jedem Fall. Speziell nach der Pause gab es zahlreiche Härteeinlagen und Nickligkeiten, die in zwei Gelb-Roten Karten (auf jeder Seite eine) gipfelten. Bis dahin führten die Hausherren dank eines frühen Treffers von Daniel Strickner mit 1:0. Das Spiel stand auf des Messers Schneide, Zams vermochte sich aber keine Chancen mehr zu erarbeiten. Zwei Aluminiumtreffer kurz vor der Pause waren die einzige Ausbeute der Elf von Josef Haslwanter. „Die zweite Halbzeit war viel zu wenig“, gab der 52-Jährige unumwunden zu, während der siegreiche Coach Aleksandar Matic seine selbst ernannten „Gladiatoren“ nach dem 2:0 durch Durmus lobte. „Ich habe nichts auszusetzen“, meinte der 49-Jährige, der von einem „typischen Derby, das für die Zuschauer nicht schön anzusehen war“, sprach. Für ihn gilt es, sich in dieser Klasse mit seiner Elf zu etablieren, um „zwischen Innsbruck und Imst nicht als Dorfverein wahrgenommen zu werden“. Nach elf Punkten aus den vergangenen vier Spielen ist die SPG auf dem besten Weg dorthin.