Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 30.10.2019


Basketball

Raiders-Krise? “Es bricht sicherlich keine Panik bei uns aus“

Sechs Spiele, vier Niederlagen: Der Akklimatisierungsprozess der Swarco-Raiders-Basketballer in der zweiten Liga dauert noch an.

Der Kapitän geht voran: Swarco-Raiders-Basketballer Stefan Oberhauser durfte bisher zwei Saisonsiege bejubeln.

© Pictorial/S. ProellDer Kapitän geht voran: Swarco-Raiders-Basketballer Stefan Oberhauser durfte bisher zwei Saisonsiege bejubeln.



Von Daniel Suckert

Innsbruck – Man hätte es sich in der Basketball-Fraktion der Swarco Raiders nach dem Aufstieg in die zweite österreichische Liga auch ganz leicht machen können: Geld in die Hand nehmen und Legionäre verpflichten. Diesen Weg wollte man aber ganz bewusst nicht gehen. Auch wenn der Aufstieg in die erste Liga damit noch etwas länger dauern wird.

„Es bricht sicherlich keine Panik bei uns aus“, erklärte ein entspannter Felix Jambor am verregneten Dienstagnachmittag mit ruhiger Stimme. Vier Niederlagen in sechs Partien können den seit heuer in der Coaching-Zone stehenden Headcoach nicht aus der Fassung bringen. „Wir haben uns ja bewusst dafür entschieden, es mit der Truppe zu probieren. Es gilt jetzt einmal den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen und die starken Momente konstant auf die gesamte Spielzeit zu übertragen.“

Jambor wusste, was ihn in der Tiroler Hauptstadt erwarten würde. Im Amateurbereich gilt es auch auf die Spieler einzugehen, die mit unterschiedlichsten Lebenssituationen konfrontiert sind: „Der eine kommt gestresst aus dem Job, mit gerade einmal einer Wurstsemmel im Magen – der andere hat ein kränkliches Kleinkind daheim. Das macht es, aus trainingstechnischer Sicht, nicht immer einfach. Auf der anderen Seite kann sich mit etwas Zeit sehr viel entwickeln.“

Dass mit dem Tiroler Benjamin Ortner ein ehemaliger Profi eventuell einmal bei den Raiders landen könnte, lässt den Headcoach der Raiders nicht kalt: „Einen Benjamin Ortner würde ich mit Handkuss nehmen. Unabhängig von uns: Der bringt jedes Team in Österreich weiter. Egal, ob es die Einstellung, den Trainingseifer oder die generelle Qualität betrifft.“

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Das ist allerdings (mögliche) Zukunftsmusik. Jambor und Co. wollen sich vorerst einmal an das Niveau der zweiten Liga anpassen und dann das Maximum herausholen. Auch wenn der Prozess ein weiteres Jahr Wartezeit bedeuten könnte.