Letztes Update am Sa, 09.11.2019 19:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tiroler Liga

Kematen erlebte im Derby gegen Völs sein „grünes Wunder“

Völs schickte Kematen mit einer 1:2-Derbyniederlage in die Winterpause der Hypo Tirol Liga. Natters kann nach dem 3:0-Sieg in Söll durchschnaufen.

Zwei Seiten der Derby-Medaille: Der Kemater Leonard Kahlert flog mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz, während Cendrim Jahaj (r.) mit einem Doppelpack den Grundstein zum Völser Sieg legte.

© Michael KristenZwei Seiten der Derby-Medaille: Der Kemater Leonard Kahlert flog mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz, während Cendrim Jahaj (r.) mit einem Doppelpack den Grundstein zum Völser Sieg legte.



Von Alois Moser

Kematen, Söll – Von wegen „blaues Wunder“: Im Derby gegen Völs erlebten die Kemater „Blues“ am Samstag gar ein „grünes Wunder“: Denn der kleine Nachbar entführte dank eines 2:1-Sieges drei Punkte und den prestigeträchtigen Derbysieg vom Sportplatz Kematen.

Beide Trainer stimmten dabei überein, dass der Schlüssel zum Derbysieg in der Völser Chancenauswertung lag. „Die haben aus zwei Chancen zwei Tore gemacht“, ärgerte sich Kematens Trainer Markus Schnellrieder, dessen Team aus seiner „Feldüberlegenheit“ zu wenig Kapital schlug: „Heute hat es nicht sein wollen.“ Trotz der Derbyniederlage im letzten Spiel zog „Maggi“ insgesamt ein positives Fazit über den absolvierten Herbst: „Damit kann man zufrieden sein.“

Beim Gegner freute man sich über den Derbysieg zum Kehraus: „Heute hatten wir das Quäntchen Glück, das uns zuletzt gefehlt hat“, konstatierte Trainer Johann Glabonjat, der seiner Elf „eine gute Entwicklung“ attestierte: „Im Frühjahr wollen wir zeigen, dass unser Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist.“ Am Samstag zeigte Kapitän Cendrim Jahaj mit einem Doppelpack auf: „Das zweite Tor war Weltklasse.“

Grund zum Feiern hatte auch Natters, das mit drei Toren in Söll einen klaren wie wichtigen Auswärtssieg feierte. „Wir haben heute gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen und uns einen Puffer verschafft“, sah Trainer Alex Pfurtscheller auf der Heimfahrt im Partybus dem Frühjahr entspannt entgegen: „Das Spiel mussten wir für uns entscheiden. So können wir jetzt entspannt in die Winterpause gehen.“ Einmal mehr hätten seine Natterer „trotz vieler Ausfälle“ guten Fußball und „eine riesige Moral“ gezeigt: „Das freut mich einfach.“

Für Gegner Söll wird das Frühjahr indes schwierig: Punktegleich mit der dauerkriselnden Union stecken die Unterländer tief im Tabellenkeller der Hypo Tirol Liga fest.