Letztes Update am Di, 26.11.2013 22:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sport in Tirol

Der Ski-Weltcup soll in Kirchberg Einzug halten

Nach der gescheiterten Bewerbung für eine alpine Ski-WM wollen die Kirchberger nun erneut auf die internationale Skibühne treten.



Von Harald Angerer

Kirchberg – Die Weltmeisterschaft ist gestorben – es lebe der Ski-Weltcup. Die Kirchberger sind entschlossen, ihren Ort im internationalen Skizirkus zu platzieren. Vor zwei Jahren war es der Versuch, die alpine Ski-WM ins Brixental zu bringen. Dabei scheiterten die Kirchberger aber nicht nur am ÖSV, sondern auch an den Partnern in der Region. Nicht alle waren von einer solchen Bewerbung überzeugt.

Nun versuchen es die Kirchberger im Alleingang. Sie möchten ein Weltcup-Rennen in den Ort holen, genauer gesagt den ersten Nacht-Riesen­slalom. Die Initiative geht dabei vom Kirchberger Skiclub aus. Unterstützung bekommt der Verein bei seinen Bestrebungen von der Gemeind­e Kirchberg und dem TVB-Ortsausschuss Kirchberg. Der Kirchberger Skiclub hat sich deshalb am 20. Juni bei der ÖSV-Länderkonferenz für die Austragung eines FIS-Weltcups beworben.

Es gibt auch schon ein Organisationskomitee und dieses hat sich einen Profi an die Seite geholt. Marc Habermann soll die Bewerbung um den Ski-Weltcup unterstützen. Habermann ist diplomierter Coach, Lebens- und Sozialberater, Sportwissenschafter und Sportmanager. Er betreut Unternehmen, Klienten, Olympiasieger und Weltmeister in Österreich, Deutschland, der Schweiz, den USA und Kanada. Er hat 18 Jahre Erfahrung mit dem Ski-Weltcup. „Der Gaisberg bietet sich wirklich perfekt für so einen Nacht-Riesenslalom an“, sagt Habermann. Auch die Infrastruktur würde perfekt passen. Der Gaisberg sei für Slalom und Riesenslalom geeignet, und das sowohl für Herren als auch für Damen. Auch ist der Lift außerhalb des Skigebietes und somit abseits der Touristen-Ströme.

Ziel ist es, Kirchberg langfristig im Ski-Weltcup zu positionieren. Für die nächsten drei Jahre steht der Rennkalender der FIS allerdings schon. Kirchberg wird sich aber als Ersatzort für abgesagte Weltcup-Rennen in den Disziplinen Riesentorlauf, Slalom und Parallelslalom anbieten. „Das Konzept steht und alle in Kirchberg stehen dahinter. Jetzt heißt es aber geduldig sein und das Konzept immer wieder bei der FIS anpreisen“, sagt Habermann.

Schon seit 1976 wird am Gaisberg das international­e FIS-Rennen durchgeführt und seit 2010 machte auch der Europacup dort Statio­n. Mit der Austragung eines Ski-Weltcups verspricht sich Kirchberg eine Festigung des Wintersport-Images in den skibegeisterten Ländern.




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