Letztes Update am Mi, 30.04.2014 22:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball Unterhaus

Tiroler Torhüter-Talent Kreidl weckte HSV-Interesse

Ein junger Zillertaler steht auf dem Sprung zum Hamburger SV. Torhüter-Talent Johannes Kreidl machte zuletzt mit starken Leistungen bei Tirol-Ligist Fügen und im U18-Nationalteam auf sich aufmerksam.

© BöhmJohannes Kreidl wird eine große Zukunft vorausgesagt. Der HSV hat bereits angeklopft.



Von Thomas Mair

Fügen – Am vergangenen Wochenende war Johannes Kreidl noch mitverantwortlich, dass der SV Fügen einen Punkt beim 1:1-Remis in der UPC Tirol Liga gegen Matrei ergatterte. In ferner Zukunft wird der 18-jährige Torhüter zwischen den Pfosten in einer europäischen Profiliga seinen Mann stehen. Zumindest prophezeien das seine beiden Trainer Andreas Spielmann (Akademie Tirol U18) und Alois Schönherr (SV Fügen).

Selbst die deutsche Bundesliga wurde auf das Talent aus Hart im Zillertal aufmerksam. Nachdem er zuletzt sogar in das U18-Nationalteam berufen wurde und eine Halbzeit im Spiel gegen Slowenien das österreichische Tor hütete, wurde der Hamburger SV auf ihn aufmerksam. „Er ist ein interessanter Junge, der ein großes Potenzial aufweist“, erklärt Ludwig Trifellner, der als HSV-Scout arbeitet und das Tiroler Unterhaus aufgrund seines früheren Engagements als Kufstein-Trainer bestens kennt. „Kreidl hat eine gute Grundkonstitution und eine gute Tormann-Ausbildung“, ergänzt Trifellner, der Spieler wie Heiko Westermann (HSV) scoutete und förderte.

Für Kreidl selbst ist die große Fußballwelt noch weit entfernt. In erster Linie steht nun der Abschluss der Sport-HASCH im heurigen Sommer im Vordergrund, bevor er alles dem Fußball unterordnen wird. Im Juni geht auch aufgrund seines Alters seine vierjährige Akademie-Ausbildung zu Ende. Was die Zukunft bringen wird, steht noch in den Sternen.

„Ich möchte irgendwann nach Deutschland, weil dort die besten jungen Torhüter ausgebildet werden“, ist für den Fan von Gianluigi Buffon klar, wohin der Weg einmal führen wird. Mit dem HSV könnte er sich schon früh seinen Traum erfüllen und dem Tiroler Fußball würde wieder einmal ein Talent abhandenkommen. Der FC Wacker, in Person von Tormanntrainer Walter de Vora, lud den Zillertaler schon zu mehreren Trainingseinheiten ein. Anstalten bezüglich einer Verpflichtung hat aber noch niemand gemacht. „Da steht ein Tiroler Talent vor der Tür und der FC Wacker wird wieder zu spät dran sein“, ärgerte sich Schönherr über die bisherige Untätigkeit des Tiroler Bundesligisten.




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