Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 19.03.2015


Sport in Tirol

Schachgenies kämpfen in Mayrhofen um Bundessieg

Von heute bis zum Sonntag spielen die besten Schachclubs Österreichs um den Meistertitel. Jenbach gilt als Favorit.

Markus Raggl gilt als bester Schachspieler des Landes

© ÖSBMarkus Raggl gilt als bester Schachspieler des Landes



Von Angela Dähling

Mayrhofen – Die Dame fesseln und die Dame schlagen. Nein, die Rede ist nicht vom Film „Fifty Shades of Grey“ oder einem Verbrechen, sondern schlicht vom Schachspielen. „Und weil solche Redewendungen dort verwendet werden, heißt die weibliche Liga, die es dort seit Kurzem gibt, nicht Damenliga, sondern Frauenliga“, erklärt Werner Csrnko, Mannschaftsführer des Schachclubs Mayrhofen/SK Zell/Zillertal.

Sein Club organisiert das Finale der österreichischen Schach-Bundesliga und das Finale der Frauen-Bundesliga. Beides wird bis zum Sonntag im Europahaus in Mayrhofen ausgetragen. Mit dabei bei diesen Teambewerben sind die beiden besten österreichischen Schachspieler Marku­s Raggl (Maria Saal) und Eva Moser (Wolfsberg). Moser tritt sowohl beim Teambewerb mit den Herren als auch in der Frauen-Liga an.

Die besten Chancen, sich die Meistertitel der Schach-Bundesliga zu holen, hat übrigens der Jenbacher Schachclub. Das meint auch der ÖSB-Generalsekretär Walter Kastner. Die Jenbacher waren bereits 2010, 2011 und 2013 Meister, 2014 schnappte sich Hohenems den Titel. Großer Herausforderer ist aber heuer Maria Saal mit Markus Raggl.

„Unser Club muss heuer indes ums nackte Überleben in der Liga kämpfen“, ist sich Werner Csrnko bewusst.

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Die Zillertaler, die u. a. mit Helmut Kleissl (Mayrhofen), Franz Kupfner (Kaltenbach) und Josef Schiestl (Zell) antreten, haben mit dem jungen Fabian Platzgummer aus Völs einen Spieler im Team, der zu den besten Österreichs gehört. Auch ihre Frauenmannschaft ist jung und stark. „So wie die Kufsteiner setzen auch wir bei den Frauen auf junge Nachwuchsspielerinnen“, erklärt Csrnko. In der Frauen-Bundesliga führt drei Runden vor Schluss übrigens Dornbirn vor Titelverteidiger Wulkaprodersdorf.

Die Spiele können von Zuschauern verfolgt werden: entweder vor Ort im Europahaus heute Donnerstag von 16 bis 22 Uhr, Freitag von 14 bis 20 Uhr, Samstag 12 bis 18 Uhr und Sonntag von 9 bis 13 Uhr.

Oder live im Internet unter http://live.chess.at Dort werden sie heute ab 16 Uhr, Freitag ab 14 Uhr und Sonntag ab 12 Uhr übertragen.

Schachspielerin Eva Moser gilt als die beste ihres Fachs.
Schachspielerin Eva Moser gilt als die beste ihres Fachs.
- ÖSB