Letztes Update am Do, 13.04.2017 12:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Formel 1

Für Indy 500 verzichtet Alonso auf den Monte-Carlo-Glamour

Ex-Champion Fernando Alonso (McLaren) lässt den Formel-1-Grand-Prix in Monaco sausen und startet lieber beim US-Klassiker Indy 500. Mit Jenson Button könnte ein anderer Weltmeister sein Comeback geben.

Formel-1-Pause für Fernando Alonso: Der 35-jährige Spanier fährt als erster McLaren-Fahrer nach 38 Jahren Pause die 500 Meilen von Indianapolis.

© gepaFormel-1-Pause für Fernando Alonso: Der 35-jährige Spanier fährt als erster McLaren-Fahrer nach 38 Jahren Pause die 500 Meilen von Indianapolis.



Monte Carlo – Pause für Doppelweltmeister Fernando Alonso: Der Spanier wird den Formel-1-Grand-Prix von Monte Carlo auslassen und stattdessen mit einem McLaren am US-Klassiker Indy 500 teilnehmen. Das teilte das englische Traditionsteam vor dem sonntägigen Grand Prix von Bahrain mit. Da das Monaco-Rennen genauso wie auch die Traditionsveranstaltung in den USA am 28. Mai stattfindet, muss McLaren nun einen zweiten Fahrer neben dem Belgier Stoffel Vandoorne bestimmen.

Naheliegend wäre eine Lösung mit Jenson Button. Der Brite arbeitet als Entwicklungsfahrer für McLaren. Ende der vergangenen Saison hatte Button zwar seinen Formel-1-Abschied erklärt, sich für 2018 aber eine Option auf Rückkehr gesichert. Der zweifache Weltmeister Alonso bestreitet seine dritte Saison in Serie für McLaren, ist jedoch vor allem mit Motorenpartner Honda extrem unzufrieden und fährt mit dem Team weiter nur hinterher.

Für McLaren-Honda bedeutet das Indianapolis 500 nächsten Monat indes eine Rückkehr nach 38 Jahren Abwesenheit. Der von Alonso gesteuerte Wagen wird dort von Andretti Autosport genutzt. Es ist der Rennstall des früheren Indy-Car-Champions und McLaren-Piloten Michael Andretti. Er ist der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Mario Andretti.

In Bahrain wird der 35-jährige Weltmeister von 2005 und 2006 am Wochenende mit von der Partie sein. Dort erlebt das Duell zwischen Ferrari-Pilot Sebastian Vettel und Mercedes-Star Lewis Hamilton seine nächste Auflage. Und die beiden schieben sich gegenseitig die Favoritenrolle zu. „Auf wärmeren Strecken war Ferrari stärker“, betonte der Brite Hamilton. „Wenn wir Mercedes wieder herausfordern können, wäre das eine sehr gute Nachricht“, meinte der Deutsche Vettel. Tagsüber werden für Sakhir bis einschließlich Samstag Temperaturen knapp an die 40 Grad Celsius vorhergesagt, am Sonntag immer noch deutlich über 30 Grad. Selbst wenn das Qualifying um die Pole Position und das Rennen erst vor Ort am frühen Abend (17 Uhr, live ORF eins) unter Flutlicht gestartet werden, steht Fahrern und Autos ein hitziges Rennen bevor.

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1:1 steht es nach Saisonsiegen, im wärmeren Melbourne gewann Vettel das Auftaktrennen mit seinem endlich wiedererstarkten und titelreifen Ferrari. Im kühleren Shanghai hatte Hamilton am vergangenen Sonntag im Mercedes triumphiert. Jeweils zweimal siegten Hamilton (2014 und 2015) und Vettel (2012 und 2013) bisher auch auf dem 5,412 Kilometer langen Bahrain International Circuit. Am Ende wurden sie in jenen Jahren auch jeweils Weltmeister.

Klar ist, nach dem dritten Saisonrennen in diesem Jahr wird einer von beiden aller Voraussicht nach vor dem anderen liegen, im Moment sind Vettel und Hamilton mit je 43 Zählern noch punktegleich WM-Spitzenreiter. Auf Rang drei lauert Red-Bull-Jungstar Max Verstappen (25). Noch können der Niederländer und sein Teamkollege Daniel Ricciardo (AUS) in den Zweikampf zwischen Vettel und Hamilton eingreifen. (TT, APA)