Letztes Update am Mi, 19.04.2017 13:17

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichtathletik

Fünf Russen nach Doping-Geständnis für zwei Jahre gesperrt



Moskau – Fünf russische Leichtathleten sind nach dem Eingeständnis von Doping von ihrem Verband für zwei Jahre gesperrt worden. Die Strafe trifft zwei Silbermedaillen-Gewinnerinnen der Olympischen Spiele 2012 in London: Kugelstoßerin Jewgenija Kolodko (Kugelstoßen) und Langsprinterin Antonina Kriwoschapka (Staffel über 4 x 400 m), wie der Leichtathletik-Verband WFLA mitteilte.

Beiden war die Medaille schon zuvor vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) aberkannt worden. Nun gehen auch die Medaillen bei der Hallen-EM und der Leichtathletik-WM 2013 verloren. Kolodko war vor vier Jahren Hallen-Vizeeuropameisterin geworden, Kriwoschapka Weltmeisterin mit der Staffel über 4 x 400 m. Ebenfalls für zwei Jahre gesperrt wurden die Hammerwerferin Anna Bulgakowa, die Diskuswerferin Wera Ganejewa und der Stabhochspringer Dmitri Starodubzew.

Die offiziell hinterlegten Doping-Geständnisse sollen helfen, dass die Suspendierung der russischen Leichtathletik-Föderation aufgehoben wird. Das sagte deren Anti-Doping-Koordinatorin, Jelena Ikonnikowa, am Mittwoch in Moskau der Agentur TASS.

Der Weltverband hatte den Bann gegen Russland im November 2015 wegen systematischen Dopings ausgesprochen. Erst wenn die nationale Anti-Doping-Agentur des Landes (RUSADA) wieder unabhängig und korrekt arbeitet, wird die Suspendierung des Verbandes aufgehoben. (APA/dpa)