Letztes Update am Sa, 10.06.2017 15:04

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Golf

Straka kämpft bei Lyoness Open um Sieg, Aguilar führt

Der Chilene Felipe Aguilar liegt auch nach Tag drei der Lyoness Open in Atzenbrugg auf Siegkurs. Zu seinen ersten Herausforderern zählt auch ein Österreicher.

Sepp Straka spielt in Atzenbrugg weiter groß auf.

© APASepp Straka spielt in Atzenbrugg weiter groß auf.



Atzenbrugg - Nicht Favorit Bernd Wiesberger, sondern Sepp Straka ist der Österreicher mit den größten Siegchancen bei den Golf Lyoness Open 2017. Während Wiesberger am Samstag vom 5. auf den 15. Platz zurück fiel, hat der 24-jährige Austro-Amerikaner als geteilter Zweiter vor den letzten 18 Löchern nur zwei Schläge Rückstand auf den weiterhin mit neun unter Par führenden Chilenen Felipe Aguilar.

Wiesberger und Überraschungsmann Straka waren gleichauf in den „Moving Day“ gegangen. Während der weiterhin solide spielende Straka im nordwestlich von Wien liegenden Diamond Country Club mit der 70 seine dritte Runde unter Par schaffte, ging es für Wiesberger nach einer bitteren 74 hingegen zurück auf Platz 15. Noch heftiger erwischte es Matthias Schwab. Der 22-jährige Neo-Profi fiel nach einer 76 sogar auf Rang 44 zurück und wurde zudem verwarnt.

„Es war echt schlimm. Es hat einfach nichts funktioniert“, zeigte sich Wiesberger nach der Runde etwas deprimiert. „Es ist schon die ganze Woche hier nicht in meine Richtung gegangen“ beklagte sich der Oberwarter zurecht. Am Ende sei dann auch schon ein wenig die Luft draußen gewesen, gab Wiesberger zu.

Der in den USA lebende und spielende Straka steht bei seinem „Heimaturlaub“ hingegen unerwartet vor dem größten Erfolg seiner Karriere. „Die Nerven sind zwar da, aber insgesamt fühlt es sich super an“, sagte der in Wien geborene und seit seinem 14. Lebensjahr in den USA lebende Jung-Profi.

Straka ist erst seit etwas mehr als einem Jahr Profi und versucht über die Web.com-Tour auf die PGA-Tour zu kommen. Beim dritten Start in Atzenbrugg (beim ersten Mal noch als Amateur) hat er erstmals den Cut geschafft und spielt nun sogar um den Sieg.

Dafür würde er die Spielberechtigung auf der Europa-Tour bekommen. Selbst Platz zehn reicht für einen Startplatz bei den folgenden BMW Open in München. „Darüber“, so Straka, „zerbreche ich mir erst nach dem Turnier den Kopf.“

Der 1,90 Meter große 108-Kilo-Mann, den sie in den USA wegen seines Appetites „Ox“ (Ochse) nennen, ist sich aber seiner Chancen bewusst. „Der Sieg ist am Sonntag durchaus drin. Ich muss mich auf meinen Spielplan konzentrieren, dann kommt der Rest von selbst.“ (APA)

Lyoness Open - Stand nach 3. Runde

1. Felipe Aguilar (CHI) 207 Schläge (65/70/72) - 2. Sepp Straka (AUT) 209 (69/70/70), Johan Carlsson (SWE) 209 (67/71/71), Dylan Fritelli (RSA) 209 (70/71/68) - 5. Mikko Korhonen (FIN), Richard McEvoy (ENG), Jbe Kruger (RSA), Carlose Pigem (ESP) alle je 210 - 9. Alexander Björk (SWE) 211.

Weiter:

15. u.a. Bernd Wiesberger (AUT) 213 (70/69/74) - 44. Matthias Schwab (AUT) 218 (72/70/76)