Letztes Update am Mi, 06.12.2017 10:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Missbrauch im Sport

Werdenigg sagte aus: Weitere Personen werden befragt

Vier Stunden wurde die Tiroler Ex-Rennläuferin am Dienstag von LKA und Staatsanwaltschaft zu den Missbrauchsvorwürfen befragt. Die Staatsanwaltschaft werde das Verfahren nicht kommentieren. Nur so viel: Weitere Personen werden nun einvernommen werden.

Nicola Werdenigg.

© APA/LieblNicola Werdenigg.



Innsbruck – Rund um die derzeit in Diskussion geratenen Missbrauchsvorwürfe durch die Tiroler Ex-Skirennläuferin Nicola Werdenigg kam es am Dienstag nun zu einer ersten behördlichen Einvernahme. Demnach bestätigte die Innsbrucker Staatsanwaltschaft gegenüber der Tiroler Tageszeitung, dass Werdenigg am Abend vom Landeskriminalamt (LKA) und der Staatsanwaltschaft zu ihrem dargebrachten Sachverhalt einvernommen wurde. Auf Grund dieser Einvernahme wird es nun seitens der Anklagebehörde zur Vernehmung weiterer Personen kommen.

Weiter wird die Staatsanwaltschaft das Verfahren laut Sprecher Hansjörg Mayr jedoch nicht kommentieren. Mayr: „Jedes Opfer, das sich an uns oder nun eingerichtete Kommissionen wendet, kann sich darauf verlassen, dass die Staatsanwaltschaft mit den Informationen diskret umgeht und Vernehmungsergebnisse nicht öffentlich kommuniziert.“ Auch ob oder gegen welchen allfälligen Straftatbestand sich die Ermittlungen richten, kommentierte Mayr nicht.

„Sehr konstruktives, gutes Gespräch“

Werdenigg selbst hatte am Dienstag gesagt, die vierstündige Befragung sei „sehr intensiv“ gewesen. Sie sei in allen von ihr in den Medien genannten Vorfällen und Ereignissen befragt worden. „Es war ein sehr konstruktives, gutes Gespräch. Es war sehr intensiv. Ich hoffe, dass ich zur Aufklärung aller Fälle und Vorfälle gut beitragen kann. Ich bin mir sicher, es wird jetzt in allen Fällen gut weiterermittelt werden können“, sagte die 59-Jährige. Die Tirolerin stehe den Ermittlern auch künftig für alle Fragen, die noch auftauchen könnten, zur Verfügung. Zu ihren eigenen Fällen sei jedoch im Großen und Ganzen alles gesagt. „Wo möglicherweise noch Aufklärungsbedarf ist, ist im Speziellen der Fall Neustift. Alles andere was im Zusammenhang mit dem ÖSV gesagt werden musste, ist auch gesagt“, sagte Werdenigg.

Im Fall der mittlerweile an das Land Tirol herangetragenen Vorwürfe gingen am Mittwoch Sachverhaltsdarstellungen bei der Innsbrucker Staatsanwaltschaft ein. (fell, TT.com)

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