Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 05.02.2018


Volleyball

Ein großes Kämpferherz

Führung, Rückstand, Sieg: Die Alpenvolleys erlebten beim so wichtigen Auswärtsspiel in Düren eine Achterbahnfahrt mit Happy End.

© gepaDer Hypo-Block rund um Rudy Verhoeff (l.) und Pedro Frances hielt beim Gastspiel in Düren nur in den ersten beiden Sätzen.Foto: gepa



Von Daniel Suckert

Innsbruck — Ganz wusste Tirols Volleyball-Zampano Hannes Kronthaler nicht, ob er sich freuen oder doch ein wenig nach dem 3:2-Auswärtssieg hadern sollte. Am Ende überwog aber die Freude: „Wenn du 2:0 führst und ein 3:0 vor Augen hast, dann willst du natürlich mehr. Aber man darf nicht unverschämt sein. Der 3:2-Sieg hat uns ein positives Ende beschert."

Und das zum perfekten Zeitpunkt. Denn die Leistungen in den Vorwochen ließen bei den Dunkelblauen von Hypo Tirol Alpenvolleys ein wenig Besorgnis aufkommen. In Düren und in der kommenden Woche in Herrsching geht es gegen die direkten Gegner um die Europacup-Plätze. „Umso wichtiger war der heutige fünfte Satz", resümierte Manager Kronthaler unmittelbar nach dem letzten Ballwechsel.

Vor allem die ersten beiden Sätze ließen den Zampano mit der Zunge schnalzen. Die Gastgeber, die vor heimischer Kulisse schon Meister Berlin besiegt hatten, fanden vor 1500 Zuschauern kein Gegenmittel gegen die druckvollen Angriffe der Tiroler Volleyballer.

Im dritten und vierten verabsäumten es die Alpenvolleys, ihre Führungen in einen klaren Erfolg umzumünzen. Und auf einmal lag man im Entscheidungssatz sogar mit 5:7 und 9:10 zurück, ehe man mit viel Herz und Einsatz noch die zwei Zähler einfuhr.

Zur Feier des Tages trat man die 700 Kilometer Heimreise im Bus mit einem kühlen Bier und dem 52. Super Bowl (fand in der Nacht auf heute statt) an. Kronthaler: „Aber bis zum Ende des Football-Endspiels werden wir wohl eher schon schlafen."




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