Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.02.2018


Radsport

Saisonstart bereitet Denifl noch viel Kopfschmerzen

Ö-Tour-Sieger Stefan Denifl eröffnet am Sonntag mit Widerwillen seine Rad-Saison. Der Fulpmer klagt über Schmerzen, sein Team setzt auf ihn.

© gepaStefan Denifl bestreitet seine zweite Saison für das irische Rad-Team Aqua Blue.



Von Roman Stelzl

Fulpmes – Für Stefan Denifl hätte es so einfach sein können. Fünf Minuten entfernt vom Zuhause des Fulpmer Rad-Profis liegt die Piste des Schlicker Skigebiets – der Winter ist schneereich wie selten zuvor, der Weg durch den Wald zum Sennjoch für den passionierten Skitourengeher schon längst tief im Gedächtnis eingeprägt. Der TrainingsPfad war geebnet – doch dann kam heuer alles anders.

Der frischgebackene österreichische Radsportler des Jahres musste vor wenigen Wochen die Geräte in die Ecke stellen. Der Grund: tägliche Kopfschmerzen, die kein Ende nehmen wollen. „Es ist ziemlich hartnäckig, ich bin jeden Tag in Behandlung. Im Moment gibt es kein Training, sondern nur Aufbau-Übungen“, meinte der 30-jährige Jung-Vater (Sohn Xaver/sieben Monate).

Noch sind die Höhepunkte der Saison aber noch weit weg. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Denifl trotz seiner Probleme und täglichen Therapie-Sitzungen am Sonntag in die Saison starten soll. Beim Trofeo Laigueglia an der ligurischen Küste warten beim Ein-Tages-Rennen 203,7 Kilometer. Sein irisches Radteam Aqua Blue Sport setzt auf den Sieger der Österreich-Tour, der 2017 mit einem Vuelta-Etappensieg Rad-Geschichte schrieb.

„Ich muss wohl, ob ich will oder nicht, das Rennen fahren, da uns die Fahrer ausgehen nach einigen Verletzungen“, umschrieb es Denifl und ergänzte: „Ich muss das schnellstmöglich in den Griff bekommen, vor allem den Schmerz. So etwas kann schnell chronisch werden.“ Dem nicht genug fällt auch sein großes Saisonziel, die Tour de France, aufgrund fehlender Wildcard ins Wasser.




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