Letztes Update am Mi, 04.07.2018 08:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tennis

Thiem lernt aus Wimbledon-Aus, Kitzbühel nicht in Gefahr

Eine Rückenverletzung zwang Dominic Thiem in Wimbledon zur Aufgabe. Angst und bange ist ihm wegen der Blessur aber keinesfalls.

© ReutersDominic Thiem musste unverrichteter Dinge abziehen, gratulierte Marcos Baghdatis zum Sieg.



London – Dominic Thiem hat mit seinem frühen Ausscheiden beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon gut leben können. „Wimbledon ist ganz sicher mein schlechtester Grand Slam, weil da sehr viel passieren kann - positiv und auch negativ. Für mich war es dieses Jahr halt negativ, von dem her ist es bitter, aber verschmerzbarer als bei den anderen drei Turnieren“, sagte der 24-jährige Niederösterreicher.

Der Weltranglistensiebente musste am Dienstag in der ersten Runde beim Stand von 4:6,5:7,0:2 und 30:40 gegen Marcos Baghdatis wegen einer Rückenverletzung aufgeben. Die Blessur hatte er sich bei einem Sturz im ersten Satz zugezogen, sie behinderte ihn in der Folge vor allem beim Aufschlag. Nach etwas mehr als eineinhalb Stunden beendete Thiem die Partie. Angst und bange ist ihm wegen der Blessur aber keinesfalls. „Die nächsten Turniere sind sicher nicht in Gefahr. Für die nächsten Turniere ist es vielleicht sogar besser, dass ich ein bisschen eine Pause jetzt habe, weil ich einen ziemlich dichten Plan in der zweiten Jahreshälfte habe“, verlautete der zehnfache ATP-Turniersieger.

Vielleicht ein kleiner Vorteil

Vor seinem Heimturnier in Kitzbühel (ab 30. Juli) hat Österreichs Nummer eins auch noch ein Antreten in der Woche davor in Hamburg eingeplant. „Es ist das erste Mal so, dass ich mich für Hamburg und Kitzbühel gut vorbereiten kann, das bringt vielleicht einen kleinen Vorteil“, hoffte Thiem.

Aus dem frühen Turnieraus in Wimbledon zog er seine Lehren. „Ob Halle wirklich intelligent war, stelle ich infrage, das ist nach Paris sicher früh gekommen. Nadal hat auch in Queens rausgezogen, das wäre auch für mich gescheiter gewesen. Da habe ich gelernt für die nächsten Jahre“, gab Thiem zu Protokoll. Halle war Thiems erster Auftritt nach dem verlorenen French-Open-Finale, dort kam im Achtelfinale gegen den Japaner Yuichi Sugita das Aus.

Die Rasensaison ist für den Lichtenwörther damit nach drei Matches schon wieder zu Ende. Nach den beiden anstehenden Sandevents warten noch die wichtigen Hartplatzevents in Toronto und Cincinnati vor dem letzten Saison-Grand-Slam-Turnier US Open. „Letztes Jahr war es bis zu den US Open okay, wie ich gespielt habe, dann habe ich aber nur noch zwei Matches gewonnen. Das will ich diesmal besser machen, dass ich bis zum absoluten Ende der Saison gut spiele“, gab Thiem die Marschroute vor.

Dann sollte es auch wieder mit einer Teilnahme an den ATP-Finals der besten acht Spieler der Saison klappen. „Das habe ich nur halb im Kopf. Wenn ich halbwegs normal spiele, sollte ich das wieder schaffen“, meinte Thiem. (APA)