Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 15.07.2018


Tennis

Mini-Grand-Slam auf der Länd

© gepaDer Bosnier Nerman Fatic gewann in Kramsach.Foto: gepa/Pranter



Kramsach – Ein von Platzchef Kurt Haslinger und seinen Helfern blitzsauber präparierter Center Court; einheitlich gekleidete Ballkinder; viele Zuschauer und ein Sieger, der sich nach dem Matchball flach hinlegte. Roland Garros lässt grüßen. Nicht vergleichbar, keine Frage. Aber die Bemühungen des Teams um Turnierdirektor Werner Auer, das zum letzten Mal ausgetragene Future-Turnier im Seendorf in eine besondere Atmosphäre zu tauchen, waren erfolgreich.

Dabei eilte der Abschiedsvorstellung Qualitätsverlust voraus. Von wegen. Der Vizepräsident des TC Kramsach, Hannes Ager, erkannte gutes Niveau. „Spielerische Unterschiede zwischen der Nummer 300 oder 800 sind kaum erkennbar.“ Präsident Hansjörg Steinlechner wiederum vermisste einen Lokalmatador der Marke Johannes Ager, ist aber überzeugt, dass Sandro Kopp in diese Rolle hineinwachsen wird. Nicht zu übersehen, dass im Gegensatz zu früheren Jahren weniger ÖTV-Spieler nach Kramsach reisten. „Weil Verunsicherung wegen der Folge-Turniere regiert“, wusste Auer. Fest steht, dass in Kramsach 2019 die Transition-Tour, oder wie immer der zukünftige ITF-Bewerb heißen mag, zu Gast sein wird. Dafür erhielt der Club bereits den Zuschlag. Zukunftsmusik. Zur Realität: Mit Nerman Fatic war erstmals ein Bosnier der Sieger. Er gewann das von Breaks geprägte Finale gegen Johannes Haerteis (GER) 1:6, 6:3, 6:1. Haerteis hielt sich mit Partner Peter Heller mit dem Doppeltitel schadlos. (r.u.)




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