Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 03.10.2018


Eishockey

Eiskalte Füchse zogen den Haien die Zähne

Beim Debüt von Keeper Janne Juvonen musste sich der HC Innsbruck dem HC Bozen Südtirol mit 2:3 (0:1, 2:1, 0:1) geschlagen geben.

© Amir BeganovicJanne Juvonen (Fangquote: 84,2 %) zeigte einen Tag vor seinem 24. Geburtstag ein ordentliches Debüt.Foto: Beganovic



Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Ein Tiroler Derby gegen den HC Bozen zum Einstand: eine prestigeträchtige Premiere, wie sie sich der neue Keeper Janne Juvonen nicht schöner ausmalen hätte können. Doch nach 18 Sekunden fühlte sich der 23-jährige Finne wohl wie im falschen Film. Mit dem ersten Schuss aufs Tor traf Molden zur frühen Südtiroler Führung.

Ein Schock, von dem sich die Haie aber blitzschnell erholten. Nur eine Minute später holte Andrew Yogan einen Penalty heraus, den der US-Amerikaner aber deutlich zu hoch ansetzte. Es folgten weitere, aber nicht wirklich zwingende Chancen. Die Haie waren am Drücker. Doch in der Defensive steckt der Teufel ja zumeist im Detail: Als Flo Pedevilla in der 10. Minute den Puck ohne Not verlor, zeichnete sich Neo-Hai Juvonen erstmals richtig aus. Der Rest des ersten Drittels gehörte den Haien, die aber immer wieder ihren Meister im starken Bozen-Keeper Leland Irving fanden. 12:7-Torschüsse zu Gunsten des HCI sprachen eine deutliche Sprache – man konnte der Pallin-Truppe nicht viel vorwerfen.

Im zweiten Abschnitt gaben die Innsbrucker das Heft des Handelns aus der Hand, Bozen wurde besser und schoss Juvonen warm. Wenn es bei den Haien gefährlich wurde, hatten meistens Yogan oder der im Vergleich zu den Vorwochen stark verbesserte Mario Lamoureux ihre Schläger im Spiel. Der verdiente Ausgleich sollte aber John Lammers in Minute 35 gelingen.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Zuerst traf Bozen im Powerplay zum 1:2. Doch die Haie schlugen zurück, diesmal scorte wie schon gegen Salzburg Philipp Lindner.

Die Nordtiroler wollten es im Schlussabschnitt wissen und setzten die Füchse gehörig unter Druck. Die beste Chance vergab Mike Boivin in Minute 42, doch Bozen zeigte sich gnadenlos effektiv – Micelli traf zum 2:3 (46.).

Bei den Haien kratzte dann Tyler Spurgeon (58.) noch am Ausgleich, der auch in den letzten Sekunden nicht mehr gelingen sollte. „Schade, denn heute hätte unsere Leistung gepasst“, meinte „Man of the Match“ Philipp Lindner.