Letztes Update am So, 21.10.2018 13:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


MotoGP

Erst holte Marquez MotoGP-Titel, dann verletzte er sich beim Feiern

Der aus der Pole Position gestarteter Andrea Dovizioso stürzte im Duell um den Sieg in der vorletzten Runde, als er den führenden Marquez überholen wollte.

Lässt es nach seinem WM-Titel krachen: Marc Marquez.

© AFPLässt es nach seinem WM-Titel krachen: Marc Marquez.



Motegi – Marc Marquez bleibt in der Motorrad-Königsklasse das Maß aller Dinge. Der spanische Honda-Pilot sicherte sich am Sonntag im Grand-Prix von Japan in Motegi vorzeitig zum fünften Mal den WM-Titel in der MotoGP-Kategorie, nach dem achten Saisonsieg ist er in den restlichen drei Rennen nicht mehr einzuholen. Für den 25-Jährigen war es der insgesamt siebente WM-Titel.

Beim Feiern seines WM-Titels in Motegi hat sich der Spanier Marc Marquez die Schulter ausgekegelt. Das Missgeschick passierte, als der Brite Scott Redding dem 25-jährigen Katalanen auf die Schulter klopfte, um ihm zum Titel zu gratulieren.

„Die Schulter ist einfach herausgesprungen. Mit dem Adrenalin hatte ich glücklicherweise keine Schmerzen, aber heute Abend werde ich wohl auf der Tanzfläche etwas aufpassen müssen“, scherzte Marquez.

Bereits der 69. GP-Sieg

Marquez raste auf der Heimstrecke seines Motorrad-Herstellers zu seinem 69. GP-Sieg, dem 43. in der MotoGP, und schaffte damit aus eigener Kraft früh den Titel-Hattrick. Sein vor dem Japan-Rennen 77 Punkte zurückliegender Rivale Andrea Dovizioso hatte nach dem Start aus der Pole Position mit einer kurzen Unterbrechung bis zur viertletzten Runde stets geführt. Doch da vermochte der Vorjahressieger eine erfolgreiche Attacke des Titelverteidigers nicht so wie elf Runden vor dem Ende zu kontern.

In der vorletzten Runde rutschte der italienische Ducati-Pilot an zweiter Stelle liegend sogar von der Strecke und ging schließlich als 18. (+42,698) leer aus. Marquez, der sich vom sechsten Startplatz (2. Reihe) früh an die zweite Position geschoben hatte, weist nun 102 Punkte Vorsprung auf. Nur 75 Zähler sind in Australien, Malaysia und Valencia noch zu vergeben.

„Habe Titel kommen sehen“

Der Star mit der Nummer 93 auf seinem Motorrad triumphierte nach 2013, 2014, 2016 und 2017 erneut in der Königsklasse, nachdem er bereits 2010 in der 125ccm-Klasse und 2012 in der Moto2-Kategorie jeweils der Beste gewesen war. „Ich fühle mich richtig gut, ich habe den WM-Titel schon kommen gespürt“, sagte Marquez, der gleich seinen ersten „Matchball“ nützte. „Es ist schön, wenn man es gleich bei der ersten Gelegenheit schafft. Die großen Chefs werden zufrieden sein“, betonte er. Die Ehrenrunde absolvierte Marquez in einem Shirt mit der Aufschrift „Level 7“ und einer Fahne, auf der „World Champion“ zu lesen war.

In Japan setzte sich Marquez vor dem Briten Cal Crutchlow (Honda/+1,573 Sekunden) und dem Spanier Alex Rins (Suzuki/1,720) durch. Der Italiener Valentino Rossi (Yamaha/6,413) wurde Vierter. Der siebenfache Champion der Königsklasse liegt in der WM-Wertung als Dritter 111 Punkte hinter Marquez. Für den dreifachen Saisonsieger Dovizioso tat es dem Champion aus Cervera leid. „Er hätte es verdient, auf dem Podium zu stehen.“

Die zwei KTM-Piloten schafften es in die Punkteränge. Der Brite Bradley Smith landete an der 12. Stelle (+26,875), der Spanier Pol Espargaro wurde 13. (27,069). In der WM-Wertung nimmt das Duo des oberösterreichischen Herstellers die Ränge 19 bzw. 18 ein.

Der Spanier Jorge Lorenzo, der kommende Saison von Ducati zu Marquez‘ Honda-Rennstall wechselt, hatte wegen einer Handverletzung auf ein Antreten verzichtet. Der dreifache MotoGP-Champion sagte am Sonntag auch schon seinen Start in der kommenden Woche in Philip Island (Australien) ab. (APA)