Letztes Update am Mo, 22.10.2018 22:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Missbrauchsvorwürfe

ÖSV: Betroffene wandte sich an Nicola Werdenigg

Die betroffene Frau sei für Werdenigg glaubwürdig, weil „sie Zusammenhänge und Personen und Räumlichkeiten so detailliert schildern kann, wie das nur jemand kann, der nahe am Skiteam dran ist.“

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Wien – Im Ö1-“Abendjournal“ sagte Nicola Werdenigg zu den zuletzt im Spiegel veröffentlichten Vergewaltigungsvorwürfen gegen Toni Sailer, dass sich die Betroffene bei ihr bereits im Frühjahr dieses Jahres gemeldet habe. Werdenigg glaube der Frau, weil „sie Zusammenhänge und Personen und Räumlichkeiten so detailliert schildern kann, wie das nur jemand kann, der nahe am Skiteam dran ist“.

Bei einem Abfahrtsrennen 1975 in Innsbruck-Igls sei die damals 14-Jährige mit Freundinnen in ein Hotel gegangen und mit österreichischen Trainern zusammengesessen. Unter dem Vorwand, ihr eine Autogrammkarte geben zu wollen, habe sie Sailer damals mit auf sein Zimmer genommen, schilderte Werdenigg die Aussagen der Betroffenen im Ö1-“Abendjournal“. „Das Kind wusste, dass die Eltern ganz große Fans von Toni Sailer sind, wurde ins Zimmer gelockt, dort fand eine versuchte Vergewaltigung statt. Dann ging Toni Sailer zum Essen, hat das Kind im Zimmer eingesperrt, kam nach dem Essen alkoholisiert zurück und hat sie dann vergewaltigt“, sagte Werdenigg. (APA)