Letztes Update am Mi, 31.10.2018 10:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sporthilfe-Gala 2018

Sportlerwahl: Vieles spricht erneut für Hirscher und Gasser

Skistar Marcel Hirscher winkt heute die fünfte Auszeichnung zum Sportler des Jahres. Kletter-Doppelweltmeister Jakob Schubert verpasste das Finale.

© gepaSnowboard-Olympiasiegerin Anna Gasser könnte ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.



Wien, Innsbruck – Die Vorjahressieger und Top-Favoriten Marcel Hirscher und Anna Gasser sind auch diesmal heiß auf den Titel. Im Rahmen der Lotterien Sporthilfe-Gala in der Wiener Marx-Halle hebt sich heute (ab 17.40 Uhr/ORF eins) der Vorhang und das Geheimnis um die Wahl von Österreichs Sportler bzw. Sportlerin des Jahres wird gelüftet.

Der auf die alleinige Rekordmarke der fünften Auszeichnung hoffende Ski­star Hirscher zählt wie David Gleirscher (Rodeln), Matthias Mayer (Ski), Dominic Thiem (Tennis) und Matthias Walkner (Motorrad) zu den fünf Stimmenstärksten. Für US-Skistar Mikaela Shiffrin hätte sich Hirscher den Titel mehr als verdient. „Ich denke, das, was Marcel gemacht hat, ist so unglaublich. Jeder dachte, es sei unmöglich, dies zu erreichen, bis Marcel es geschafft hat. Für den Rest seines Lebens verdient er alle Sportler-des-Jahres-Trophäen, weil er einfach so stark fährt und er den Skisport auf ein neues Level gehoben hat“, erzählte die 23-Jährige am Rande des Skiweltcups in Sölden. Mit Doppel-Gold bei Olympia in Südkorea winkt Hirscher nach 2012, 2015, 2016 und 2017 die fünfte Trophäe, der Salzburger würde damit als alleiniger Rekordhalter am bisher gleichauf liegenden Hermann Maier vorbeiziehen.

Sporthilfe-Gala 2018 - die Finalisten

Sportler des Jahres: David Gleirscher (Rodeln), Marcel Hirscher (Ski alpin), Matthias Mayer (Ski alpin), Dominic Thiem (Tennis), Matthias Walkner (Motorrad).

Sportlerin des Jahres: Ivona Dadic (Leichtathletik), Anna Gasser (Snowboard), Vanessa Herzog (Eisschnelllauf), Jessica Pilz (Klettern), Anna Veith (Ski alpin).

Mannschaft des Jahres: Robert Gardos/Daniel Habesohn (Tischtennis), ÖHV-Nationalteam Herren (Hockey), ÖTV-Davis-Cup-Team (Tennis), Peter Penz/Georg Fischler (Rodeln), Red Bull Salzburg (Fußball).

Beeindruckt zeigte sich die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin Shiffrin aber auch von Tennisstar Dominic Thiem. Der French-Open-Finalist ist ebenfalls ein Titel-Kandidat. „Sein Stil, seine Technik – einiges erinnert mich an Roger Federer, und ich bin ein großer Fan von Roger.“ Wenn sie sich aber auf einen Sieger festlegen müsste, dann wäre Marcel Hirscher die erste Wahl als Sportler des Jahres: „Für mich zumindest!“

Nicht in die Top fünf der Nominierten schaffte es Doppel-Weltmeister Jakob Schubert. Der 27-jährige Innsbrucker kam erst gestern mit dem Gesamtweltcupsieg im Gepäck vom Weltcupfinale in China retour. Schubert zeigte sich „erfreut, dass es so viele erfolgreiche Sportler in Österreich gibt“. Dass er es nicht ins Finale geschafft habe, liege vielleicht an den Winterspielen 2018. „Ich habe mit meinen zwei WM-Titeln wohl das falsche Jahr erwischt!“ Für den Stellenwert des Kletterns sei es aber wichtig, so Schubert, dass zumindest Jessica Pilz (WM-Gold und -Bronze in Innsbruck) noch im Rennen liegt.

Die Wahl-Tirolerin hat mit Snowboarderin Anna Gasser sowie Ivona Dadic (Leichtathletik), der Tirolerin Vanessa Herzog (Eisschnelllauf) und der dreifachen Gewinnerin Anna Veith (Ski) aber übermächtige Konkurrentinnen.

Olympia-Gold als Vorteil für Gasser

Für Gasser geht es um die erfolgreiche Titelverteidigung. Die Kärntnerin sprang bei der Olympia-Premiere im Big Air zu Gold und gewann auch den Gesamtweltcup. Veith durfte bei den Winterspielen über Super-G-Silber jubeln, der Skistar rechnet aber nicht mit dem Sieg. „Für mich ist klar, dass es Anna Gasser wird. Eine Goldmedaille ist eine Goldmedaille. Und Silber ist halt Silber“, meinte Veith.

Abgestimmt haben die Mitglieder der Sportjournalisten-Vereinigung Sports Media Austria. Die Trophäe für die Sportstars trägt neuerdings die Bezeichnung „Hero“. Diese Namensgebung erfolgte durch ein Fan-Voting nach einer Auswahl einer Expertenjury aus den Publikumsvorschlägen „Flame of Victory“, „Hero“ und „Legend“.

Die Mannschaftstrophäe dürfte dank ihres neuerlichen Meistertitels und des Einzugs ins Europa-League-Halbfinale wohl an die Fußballer von RB Salzburg gehen. Außenseiterchancen haben die Rodler Peter Penz

Georg Fischler (Olympia-Silber Doppelsitzer). Auf die Ehrung als „Aufsteiger des Jahres“ dürfen Gleirscher, Gewichtheberin Sarah Fischer und Kanutin Viktoria Wolffhardt hoffen. Im Zuge der Gala mit 1200 Gästen werden auch die Sportlerin und der Sportler des Jahres mit Behinderung, der Sportler mit Herz sowie zum ersten Mal die Special Olympics Persönlichkeit des Jahres ausgezeichnet. (APA, ben)